Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1935)
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 242 (sequence 16)
- Belongs to
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242 Ist Samuel Prima einer Notwendigkeit unterlegen, als er der Halachah den Krieg ansagte? Und wie ist es möglich, der jetzt sich abspielenden Wiederholung der Primo’sehen Gedankengänge wirksam zu begegnen? Gewiß, man kann die Augen vor diesem Gefahrenherd verschließen, man mag sogar, wie es so viele Zeitgenossen Samuel Primo’s getan haben, sich der frohen Hoffnung hingeben, daß ja doch die Sieghaftigkeit der Thora auch der ״Totalität des Lebens64 Herr werden würde und müsse. Aber muß sich wirklich all das wiederholen, was vor mehr als dreihundert Jahren sich abspielte? Fehlt uns der Fernblick eines Sasporta, der als einer der Wenigen gegen jene Entartung in die Schranken trat und, um mit Jesaia zu sprechen, seine Wange ungebeugt den Schlagenden darbot? Beide, der in Waad hoir hoaschkenasi verkörperte alte Jischuw, der kühne Gedankenflug Dr. Breuers, sind zur Abwehr bereit, beide tragen die Fahne der Halachah in ein von Messianität erfülltes Gebiet. Eines ist von Herzen zu wünschen. Mögen diejenigen die Augen öffnen, welche von der ״Totalität des Lebens44 dort berauscht sind, dort und hier. Sabbathai Zewi ist viel rascher von der Bühne gegangen als Samuel Primo. Man ist in seinen unverlorenen Spuren gegangen, als man die Unverträglichkeit der Halachah mit der Emanzipation, mit der Assimilation, mit dem — Galuth behauptete; man wandelt seine Wege jetzt, um das heilige Land zu säkularisieren. Der Kampf gegen ihn ist nicht nur ein Erfordernis für die Heiligkeit des heiligen Landes, er ist eine Notwendigkeit für die ganze Gola, er ist notwendig für den Bestand des Judentums. P. K. Thora im Derech Erez. Von Babb. Dr. H. Klein-Berlin Angesichts der Aktualität des darin behandelten Themas bringen wir aus dem neu erschienenen Buche חכמה עם נחלה nachstehendes Gutachten in deutscher Übersetzung. Die Schriftleitung. Sehr geehrter Herr Babbiner! Ihr Schreiben mit Ihrer Anfrage traf in unserem Babbinate ein, und ich entnehme aus diesem Schreiben, daß Sie befürchten, daß wir vielleicht nicht pflichtgemäß handeln, wenn wir auch jetzt