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Nahalat tsevi · 1935-03-01 · Heft 7-8 (März 1935) · p. Seite 193

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 7-8 (März 1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 193 (sequence 39)
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19* für tag vom Chaureiw her durch die Schöpfung,6 rüttelt flehentlieh am Mut der Getreuen, erwartet ungeduldig als freiwilliges Aufgebot die — Gemeinfdiaft der J’rei’im. Die Gefchichte des Gottesftaates ift, von der einen, der dunkleren Seite gefehen, Gefchichte der Sonderung im Gottesftaatsvolk. Da wirkt (biologifch echt) das Formprinzip (der הבדלה) unabläffig, um die Kerngemeinfchaft zu erhalten, welche als Trägerin des Energieprinzips (des קדוש השם) die glänzende andere Seite unterer Gefchichte geftallet.7 Unabläffige Sonderung: Awrohoms Stiftungsauftrag ״Gehe für dich!"8, - dieBefonderung der Ahnenkinder,9 — die furchtbare Säuberungsaktion in der Finfternis Mizrajims10 - und in der Wüfte,11 — das Schickfal des Zehn-Stämme-Reiches12 — und noch der Unbelehrbaren, die Jirmijo in Mizrajim trotzten,13 — dann der fondernde Zufammenfchlub der Getreuen durch die impofante Gemeinfchaft der 14,חברים — IchlieMch, bis an die Schwelle unterer Zeit, die in ftrenger disziplinärer Selbftverwaltung fett gefchmiedete Gefellfchaft der taurokratifdien Gemeinden.15 — Und heute, wo ausfchliebende Macht und zufammenfchliebender Zwang fehlen, follte hiftorifches Denken nicht wiffen, was die Aufgabe der Freiwilligkeit ift? Schmerzlich ift die durch die )ahrtaufende fich ziehende Kette der Brüche des Gottesftaatsvolkes, aber ehrlich und lebensnotwendig. Was als Sonderung erfcheint, ift ja im Grunde nur lebendiges Gemeinfchaftsbewubtfein und einzig heilfame Bereinigung. Der gemeinfame Nenner aller Brüche ift — Gemeinfchaft der J’rei’im. Die Gemeinfchaft der J’rei’im ift des Gottesvolkes Herzorgan, deffen Lebensprozeh fich manifeftiert in entfehiedener Bejahung des Gottesftaatsvolkstums trotz Sch’chinoferne, Heimatlofigkeit und Gefetzesohnmacht. Ein unentwegtes ״dennoch!" macht fie zur verkörperten Sehnfucht nach irgend einer, wenn auch noch fo zarten pofitiven Merkbarmachung des himmlifchen Gottesftaates — eben durch fie; die Gemeinfchaft der J’rei’im. Sie ift durchaus keine (aus Zweckmäbigkeit zufammengefügte) Organifation. Und fie ift politifch fo arm an Macht, nur an inneren Kräften unfehätzbar reich; ihre Fahne: Wahrheit, ihre Waffe: Demut, ihre Parole: מי לה׳ אלי! « Ow. VI 2. י s. o. Kap. 6. « I 12!. 9 s. o. Kap. 6 Anm. 2, 3, 4. 10 II 10 22 u. 13!8 Raschi. 11 IV 1421—37. 12 M’l. II 17,18; D. H. 1 5. 13 s. o. Kap. 17 Anm. 3. 14 s. 0. Kap. 20. 15 s. 0. Kap. 27.

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