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Nahalat tsevi · 1935-03-01 · Heft 7-8 (März 1935) · p. Seite 171

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 7-8 (März 1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 171 (sequence 17)
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171 orthodoxen Judentums nicht auf das Land seiner Wirksamkeit begrenzt ist. Wir leben der Ueberzeugung, daß dieser Riesengeist nicht nur für die engen Bezirke seines Heimatlandes gewirkt, sondern eine Leuchte für ganz Israel war, sein wird und sein muß. Und in dieser Ueberzeugung werden wir bekräftigt, wenn wir die historische Tatsache feststellen, daß die innere Festigung des gigantischen Beth Jakob-Werkes ohne das Werk von Samson Raphael Hirsch undenkbar ist, wie es als eine Fügung der Vorsehung betrachtet werden muß, daß die Gründerin in der Urkraft ihrer chassidischen Seele so glücklich durch die Lehren eines S. R. Hirsch ergänzt wurde. Die Entstehung der Judenassimilation und deren Ideologie. Von Jakob Katz. Problemstellung. Im Sprachgebrauch der jüdischen Geschichtsschreibung und Publizistik wird das Wort Assimilation seinem biologischen Ursprung entsprechend im Sinne von Angleichung gebraucht. Man versteht darunter die historische Erscheinung, daß die Juden zu einer bestimmten Zeit und in einem bestimmten historischen Raum sich an ihre Umgebung ״angeglichen4‘ haben. Diese Erscheinung ist keine einmalige; sie trat vielmehr zu verschiedenen Epochen der jüdischen Geschichte auf. Doch soll hier die Entstehung der Assimilation bzw. ihre Ideologie nur in der neuesten Zeit behandelt werden, deren Beginn man mit der Mendelssohn’ sehen Epoche anzusetzen pflegt. Der Untersuchung über die Entstehung der Assimilation muß der Nachweis über die Richtigkeit und Berechtigung der Frage- Stellung vorangehen. Diese muß sich nämlich gegenüber einem grundsätzlichen Einwand behaupten: Es darf als eine allgemein geltende geschichtliche Erfahrung angesehen werden, daß nebeneinander lebende Menschengruppen auf einander einen irgendwie gearteten Einfluß ausüben. Dies läßt sich für das Verhältnis der Juden und ihrer Umwelt zu einander in allen Epochen der jüdischen Geschichte in der Diaspora nachweisen, und dieser Nach-

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