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Nahalat tsevi · 1935-03-01 · Heft 7-8 (März 1935) · p. Seite 160

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 7-8 (März 1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 160 (sequence 6)
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Uö worfen ist und sich aus Menschen zusammensetzt, deren Vergangenheit unter den verschiedensten Vorbedingungen gestanden hat. Gibt es wirklich einen Weg, Kenesseth Jißrael auf eine gesunde, die geschichtliche Entwicklung nach der Richtung einer allmählichen Versöhnung der Gegensätze beeinflussende Basis zu stellen, so dürfte das Werk ihrer Reorganisation nicht um einen Tag verschöben werden. Ganz gewiß werden über das Na־ tionalheim noch schwere politische und wirtschaftliche Krisen kommen. Nur ein starker nationaler Wille wird vor ihnen bestehen und wird sie meistern können. Drum ist die Frage der Kenesseth Jißrael die Lebensfrage des Nationalheims. II. Kenesseth Jißrael in ihrer heutigen Gestalt ist die Zusammenfassung aller Juden des Heiligen Landes zu einer R e 1 i - g i o n s g e m e i n s c h a f t. Diese Art der Zusammenfassung scheint die Auffassung derjenigen Teile des jüdischen Volkes zu bestätigen, denen die ״Religion“, also die Thora, das Konstitutions-Merkmal des jüdischen Volksbegriffes ist. Aber es scheint nur so. Ich habe bereits dar getan, daß Kenesseth Jißrael in ihrer heutigen Gestalt eine Zwitterbildung ist, die weder der jüdischen Idee des Gottesstaates noch der zionistischen Idee des Volksstaates entspricht, und die daher das Objekt eines politisehen Ränkespieles ist, das auf die Dauer sowohl den religiösen wie auch den nationalen Charakter der daran Beteiligten verdirbt, ganz gewiß aber auf keiner Seite jenen Enthusiasmus zu erwecken vermag, der allein eine geschichtliche Entwicklung großen Formats vorwärts treiben kann. Ich habe bereits dargetan, daß die durchaus nicht religiös orientierten Parteien der Histhadruth und der Revisionisten ihre Hand lediglich zum obersten Verwaltungsorgan der Kenesseth Jißrael, dem Waad leumi, ausstrecken, um mit ihm und durch ihn politischen und wirtschaftlichen Einfluß auf die jüdischen Dinge zu gewinnen. Es ist bezeichnend, daß vor Jahresfrist die Histhadruth sich an den Wahlen zur KehiHah in Tel Awiw überhaupt nicht beteiligt hat. Ganz konsequent, denn ihr ist ״Religion Privatsache“. Die letzte Konsequenz würde allerdings zur völligen Uninteressiertheit an — Kenesseth Jißrael seiber führen, wenn nicht der Waad leumi mit seinen politischen und wirtschaftlichen Kompetenzen wäre. Daß andererseits der Waad leumi, in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung, als oberste religiöse Verwaltungsbehörde — denn das! ist er nach

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