Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 4-6 (Januar 1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 74)
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i46 dische Kaufmann in der Diaspora seine wirtschaftliche Existenz mit Entweihung des Sabbath erkaufen kann, so wenig darf es der jüdische Landwirt in Erez Jisroel. Und wie es G. s. D. Tau־ senden und aber Tausenden von Juden in der Gola möglich war und ist, das Wirtschaftsleben durch den Sabbath zu heiligen, so wird und muß es auch dem neuen Judentum im Heiligen Lande möglich sein. Nicht Anpassung des Gottesgesetzes an die Bedingungen des Lebens ist unsere Aufgabe, sondern ihre Anwendung im Leben und hier־ durch die Heiligung des Lebens durch das Gottesgesetz. 10:8. Es kursiert die Fabel, denn Wahrheit kann es nicht sein, da die Reichsvertretung deutscher Juden sich den ausländischen Spendern gegenüber feierlich verpflichtet hat, bei der Vertei־ lung der Gelder vollkommene Parität walten zu lassen. Die Fabel aber lautet, bei der jüng־ sten Abstimmung im Haushaltungsausschuß dieser Reichsvertretung sei mit 10:8 Stimmen beschlossen worden, dem Haiberstädter Verband, also der Vertretung der unabhängigen Orthodoxie, keine Subvention mehr zu gewähren. Wie kann eine solche Fabel entstehen? Es mag der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Schließlich ver־ teilt ja die Reichs Vertretung auch in Deutschland aufgebrachte Mittel, und da liegt die Versu־ chung sehr nahe (bei kleinen Geistern natürlich), den Brot־ korb höher zu hängen und da־ durch Konzessionen zu erzwin־ gen. Jedenfalls aber müßte die unabhängige Orthodoxie etwas auf horchen und ebenso ihre Gesinnungsgenossen draußen, die ihr die heiligsten Versprechun־ gen gaben, die Orthodoxie würde bei Verteilung der Auslandsspen־ den entsprechend berücksichtigt werden. Ueberraschen übrigens würde es uns nicht, wenn an der Fabel ein Körnchen Wahrheit wäre. Denn es gibt noch immer Juden in Deutschland, die nichts gelernt und nichts vergessen ha־ ben. Und das ist des Pudels Kern. Eine Maimonides-Festsitzung soll am 8. April von der Haupt־ Versammlung der Vereinigung der liberalen Rabbiner veranstaltet werden, wahrscheinlich ge־ meinsam mit dem allgemeinen Rabbinerverband, der auch um diese Zeit seine Sitzung hält. Und zwar soll bei dieser Sitzung die Stellung des Rambam zu ei־ nem religiösen Spezial-Problem halachischer oder religions-philosophi&cher Art behandelt werden. Wir empfehlen als Thema: ״Die Einstellung des Maimonides