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Nahalat tsevi · 1935-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1935) · p. Seite 135

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 4-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 135 (sequence 69)
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135 dd) Mittelbare Leugnung Gottes als Lenker der Welt, aaa) Zauberei und Wahrsagerei, Zeichen- und Zeitendeutung. Zeichen- und Zeitendeutung, Zauberei und Wahrsagerei1 bedeuten gleichfalls eine mittelbare Leugnung Gottes, wenn auch nicht notwendig als Schöpfer, so doch jedenfalls als Lenker der Welt. Wer Gott als den Schöpfer der Welt anerkennt und verehrt, dem kann es nicht zweifelhaft sein, daß Er. der Herr über Leben und Tod, in Seiner Allmacht und väterlich sorgenden Liebe nicht nur Wetter, Tageszeiten und Planetenlauf, die ganze Natur überhaupt, bis ins einzelne regelt und lenkt, sondern auch das vielgestaltige Menschengeschick bestimmt, das in bewußt verborgener Zukunft vor uns liegt. Der Zauberer und Wahrsager, der Zeichen- und Zeitendeuter, der die dem wahren Lenker der Welt allein zustehende, Natur gestaltende Kraft- und Willensmacht in wahnwitziger Vermessenheit Ihm streitig zu machen sucht, handelt dieser jüdischen Grundwahrheit zuwider. Der Zauberer und Wahrsager vergreift sich an dem Gottes ausschließlicher Waltung unterstehenden Naturgeschehen. Der Zeichen- und Zeitendeuter bringt durch sein Verhalten zum Ausdruck, daß nicht Gott, sondern die Zufälligkeiten des Lebens des Menschen Zukunft bestimmen. Alle vier leugnen mit dieser, zu allgemeiner Gottlosigkeit führenden Vortäuschung einer noch neben Gott bestehenden Weltenführung Gott als den ausschließlichen Lenker des Alls.2 bbb) Molochdienst. Das Wesen des Molochdienstes,3 verwandt mit dem der Zauberei,4 ist anders als das des Götzendienstes, dessen Strafnormen auf ihn keine Anwendung finden.5 Das Wesen des art- 1 Exod. 22,17• Lev. 19,26.31; 20,6.27; Deut. 18,10.11. 2 Sanh. 67 b; Jehuda ha־Levy 1,79; Maira., H. Akum 11,16; derselbe Moreh nebuchim III Kap. 37; S. Ch. 62; 249; 250; 255; 256; 510—515; Nachmanides zu Deut. 18,9; J. D. 179,1 ff.; M. Ch. zu 255 Anm. 3; Hirsch, Pentat. zu Exod. 22,17: Lev. 19,26; 20,6; derselbe Choreb S. 11 ff.; Wolf, Pentat. zu Exod. 22,17; Hertz, Pentat. zu Exod. 22, 17; Lev. 19, 26. 31; 20, 6. 27; Marmorstein, The Old Kabbinic Doctrine of God I S. 160. 3 Sanh. 64ab; Ibn Esra zu Deut. 18,21; Maim., H. Akum 6,3 ff.; derselbe Moreh nebuckim III Kap. 37; Nachmanides zu Deut. 18, 21; 20,3; S. Ch. 208; K. und L. M. zu Maim., H. Akum 6,3; Sforno zu Lev. 18,21; 20, 5; M. Ch. zu 208; Hirsch, Pentat. zu Lev. 28, 21; 20,2 ff.; Büchler, S. 226ff.; Hertz, Pentat. zu Lev. 18,21; 20,2 ff. 4 Nachmanides zu Lev. 18,21; 20,5; Deut. 18,9. 5 Es gab jedoch־ auch eine Art Götzendienst, der in der Darbringung

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