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Nahalat tsevi · 1935-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1935) · p. Seite 134

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 4-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 134 (sequence 68)
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134 Sabbat,1 weil mit ihm die Schöpfung vollendet war, ist somit das freudige2 Bekenntnis zu Gott als dem Schöpfer der Welt, — die vorsätzliche Sabbatentweihung dessen Leugnung.3 cc) Mittelbare Leugnung Gottes als Sichter der Welt. Ein besonders qualifizierter, arteigener Sabbat ist der Versöhnung8tag.4 Er verlangt nicht nur Einstellung jeder schöpferischen Tätigkeit, sondern auch jedes menschlichen Genießens. Seine Bedeutung liegt nicht nur in der rückhaltlosen Unterstellung des Menschen unter Gott, sondern darüber hinaus in dem aufrichtigen Bekenntnis, daß man eigentlich durch sein bisheriges sündhaftes Leben seiner Daseinsberechtigung auf Erden verlustig gegangen ist. Das ist der wahre Sinn der völligen Enthaltung jeglichen irdischen Genusses am Versöhnungstag. Seine toragemäße Innehaltung bedeutet somit die ehrfürchtige Anerkennung Gottes als Herrn und Eigner der Welt, als Richter und König, dem wir allein die Entstehung und Erhaltung unseres Lebens verdanken und darum in jedem Augenblicke unseres Lebens für unser Leben Rechen- Schaft schulden. — Die diese Wahrheit nichtachtende, mutwillige Entweihung des Versöhnungstages, der der Selbstbesinnung und Läuterung, der seelischen Stärkung und Erneuerung gewidmet ist — sei es durch schöpferische Arbeitsleistung oder durch leiblichen Genuß — stellt somit die durch schlüssige Handlung zum sichtbaren Ausdruck gebrachte Leugnung Gottes dar. haschischi; Hirsch, Pentat. zu Gen. 2,3; Midrasch Tanchuma (Jelaradenu) zu Gen. 2,1 ff.; Hertz, Pentat. zu Gen. 2,1 ff. 6 Exod. 31,17; vgl. Exod. 20,11. * vgl. Hertz, Pentat. zu Gen. 2, 3 u. Gen. S. 57. 2 vgl. Schabb. 118 b; Midrasch Tanchuma (Jelamdenu) zu Gen. 2, lf. 3 vgl. Schabb. 119 b; Ber. rab. 10,9; Mech. zu Exod. 31,14; Raschi zu Chull. 5 a sub ela law hachi ke’araar; Jehuda ha-Levy 1,87; IT, 34.50; Ibn Esra zu Exod. .20,8; 31,17; Maim., H. Schabb. 30,15; derselbe Moreh nebuchim II, Kap. 31; III, Kap. 32 a. E; S. Ch. 32; Toss. zu Sanh. 78 b sub 10 haia jodea; Sforno zu Exod. 31,14; Ma\rer III S. 676; Hirsch, Pentat. zu Exod. 31,14; derselbe Choreb S. 58; Wolf, Pentat. zu Exod. 31,14 a. E.; Hertz, Pentat. zu Exod. 20,11; 31, 13. 16; vgl. auch Corpus juris des persischen Erzbischofs Jesubocht (um 775) Buch II Kap. VII, in: Sachau, Syrische Rechtsbücher III S. 47. 4 siehe zu folgendem: Lev. 16,29 ff.;23, 27 ff.; Joma 73 b ff.; Ibn Esra zu Lev. 16,31; 23,32; Maim., H. Schebitat assor 1.1 ff.; Hirsch, Pentat. zu Lev. 16,29 ff.; 23,27 ff.; T. Tem. zu Lev. 16, 29 Amn. 128; Hertz, Pentat. zu Lev. 16,29 ff.; 23,26 ff.; Weigl S. 217.

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