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Nahalat tsevi · 1935-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1935) · p. Seite 111

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 4-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 111 (sequence 45)
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111 Ganz gewiß Und die bedauernswerten Unheilbaren ohnehin dem Untergang verfallen, und beftimmt wird fiets nur der gottesftaatlich brauchbare Teil des Volkes den bleibenden, unvergängliehen Kern feiner Subftanz bilden. Die Beharrungskraft des Gottgewollten zeugt immer noch für fi<h felbft. Diefes wieder und wieder vom Leben felber gefprochene Urteil iß ja letzten Endes der Beweis für die Wahrheit unterer Sendung, der der augenfcheinlichfte und zwingendfte iß, der von Gott felbß wiederholt angekündigt wurde41, der Geh bis heute vollzogen hat und noch vor unteren Augen vollzieht und der, zufammen mit dem Wahrfpruch der untere Gottesßaalsbürgerlichkeit bezeugenden Zwangsgaßfchaft, überhaupt den GnnfäUigßen Gottesbeweis bildet. Ein philofophifcher Gott - vielleicht hat Kant recht - iß fchwer zu beweifen. Aber Gottkönig, der Gott der Juden und der Gott der Welt, iß Gott des Lebens - und hier iß der Beweis, der jede Sophißik auf den Mund fchlägt. Das Leben felber tpricht ihn durch die wunderbare Erhaltung des Gottes- Volkes42. Diefe beiden Zeugniffe, Zwangsgaßfchaft und Dafeinswunder, gehen jedem Juden, ja jedem Menfchen ein, der hellßnnig und guten Willens fie empfängt. Wer Ge einmal ins Bewußtfein aufgenommen, dem ößnet Geh von Stund an das Herz auch für die Oßenbarungen der Gefchichte des Gottesßaates und feines Volkes mit ihren fo wunderbar erfüllten Vorausfagungen, der wird fähig zu gottesßaatlichem Denken und Fühlen, er verfteht die Sprache von T’nach und untere Gebete. Aber diefe Gewißheit geßattet nicht, Sch geruhfam und felbft- Geher auf den verheißenen Befiand eines unßerblichen Volkskernes zu verlaßen. Um den Beßand von Jißroeil und Tauro fchlechihin braucht dir zwar nicht bange zu fein; Gottes Bundesfchwur43 verbürgt ihn. Und das Gefetz der Zwangsgaßfehaß garantiert dafür, daß jedes in Vergeßenheit Geraten der Tauro fchließlich doch wieder in ein hungriges Fragen nach ihr endet44. Jedoch, daß du nicht — die Welt belaßend - den Beßand er fchwer ft, das haß du zu verantworten. Und um d i ch felber mußt du bangen, mußt um deinetwillen unbeugfamen Lebenswillen entfalten und mit zäher Kraß dafür forgen, daß du felber mit deinen Kindern nicht unter die Kranken und Hoßnungslofen gerätft, fondern zu den Gefunden « z. B. V 30 15. 42 Jaumo 69 b ברכת אמת ואמונה — .שאלמלא מוראו וכו׳. « III 26 44; v 4 31; — V 31 21; J’sch. 592,. « V 31 21 Raschi; II 1226 M’ch.; Schab. 138b.

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