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Nahalat tsevi · 1935-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1935) · p. Seite 110

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 4-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 110 (sequence 44)
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liö fucht geborenen gemeinen Gehäfligkeit iß die aus Rechthaberei geborene Lüge. Die fürßlichen Götzenimporteure des erßen Staates mit dem Gefindel ihrer Götzenpfaffen und die korrupten Politiker und intriganten Abenteurer des zweiten Staates finden ihre zeitgemäße Fortfetzung in den Stißern und Verbreitern der reformatorifchen Schwindelbewegungen diefes Goluß, angefangen bei den fadduzäifchen Vorläufern, über Minim und Karäer, über Pfeudomeffianifmen und Freigeißereien bis zu den affimilatorifchen Reformen der Gegenwart, der religiöfen und der völkifchen, Neologie und Zionismus, von der Peft des Gottlofentums ganz zu fchweigen. Haben jene den irdifchen Goitesßaat begraben, fo drohen diefe die Gottesftaatlichkeit vollends zu ertöten. Ihre dogmatifche Demoralifierung annulliert jede Mizwo, bagatellifiert jede Sünde, wühlt den Kreis der Triebe wieder von vorne auf38 und treibt die Menfchen (die, wie ungläubig fie (ich auch gebärden, ohne einen Glauben doch nicht leben können) zu irgend einem zugkräfiig flunkernden ״ ... ismus״ als alleinfeligmachender Heileslehre. Ob gutmeinend oder boshaft, ob Verführung beginnend oder felbß erß verführt, ob im großen oder im kleinen - fie find nun einmal Propagandißen der Tauro- Widrigkeit, wandeln ganz und gar in den Spuren von J’row’om ben N’wot39 und bilden praktifch kaum heilbare Krankheitsherde im jüdifchen Volksleib. Das energifche Verlangen nach ihrer rafchen Überwindung oder aber nach ihrer reinlichen Ausfcheidung (bei fataler Machtlofigkeii notgedrungen wohl auch durch wirkfame Trennung von ihnen) bedeutet nicht immer Anklage oder Verurteilung von Perfonen. Es bedeutet einfach einen elementaren Heilungsprozeß, eine von Lebenswillen zeugende Reaktion der Gefünderen. Vor allem aber iß es ein brüderlicher Akt liebevoller Beforgtheit um die noch heilbaren Gefährdeten Um derentwillen und um feiner felbß willen muß jeder gewiffenhafte Jude die gewaltige Bedeutung der gefetzlich gebotenen gefelirchafllichen Sauberkeit einfehen40. 38 (Ssauto 4b בית ועד יהי׳ לונות 496; כ״א שי״ב גסות הרוח כא׳ב ע׳ב העריות; dazu d. systemat. reformator. Angriffe auf d. אבן העור). 39 *0\v. V 18. « V 13 7 ff. u. Ssif.; V 238 Ssif.; T’h. 139 21, 22 u. Schab. 116a; S. hachinnuch 461; S. Chof. Cbaj. I. T. 85>6 u. II. T. 1 'ט p״D במ׳ח; Chaurew § 118 u. 385; Ta'n. 7 b 0;כ׳א שי׳ל ע*פ ... מותר לשנאותוw. I 7, II 4 (R. Jauno), 9, IV 11. — Gegen vermeintl. gute Absichten: D. H. II 192, 2O37 u. II 18! M’ch. אל יתחבר; J. D. 152 חגה!334 יט״ז ם״ר, א׳ — s. a. w. Kap 30, Anm. 3 u. überhaupt.

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