Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 44 (sequence 46)
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44 ausgefdiloffen; de, das Heidentum reiner Selbßvergoftung, verträgt keine anderen Götter vor Geh. Sie dünkt Geh unfehlbar, fouverän, ift kraffefier Autonomismus, treibt — wieder ein Fortfehritt? — die Antinomie »König gegen König״ auf die Spitze, ift, als die Sünde wider das Königtum des Gottes der Tauro, der Todfeind der Akeido, Revolte des Hochmutes gegen die Demut, der Lüge gegen die Wahrheit- Auf der anderen Seite erwartet das neugeformte Schickfal von der demütigen Glaubenskraft erhabene Bewährung. Erwartet, daß der Gottesftaat - ohne Prunk, ohne irdifche ReGdenz, ohne Schutz der letzten Hoheitszeichen, ohne fpürbare Ordnungsgewalt, ohne Gchtbares Gefeizesauge und fühlbaren Gefetzesarm, ohne ein einziges poGlives Merkmal des de-jure-Zußandes und feiner Anfprüche — daß diefer un&chtbare himmlifche Gottesftaat dem Golußjuden realfte Wirklichkeit, lebensnahefter Raum feines alttäglichen Wollens und Sollens fei! Erwartet, daß trotz furchtbar vereintarnender Sch’chinoferne der Jude Geh immer und überall vor Gottkönigs Augen wiffe, wie nur je, - Geh willig leiten laffe von dem einzigen verbliebenen, dem negativen Merkmal der unverlierbaren Gottesftaatsangehörigkeil - der Zwangsgaftfchaft nach ins düftere Unbekannte - wie rückwärts fchreitend den Weg, immer Triebfünden und Chorbon, von denen er ausging, im Auge, und felber erß den Weg Schritt für Schritt durch die leuchtenden Male der Gefetzestreue markierend8 — durch Jahrtaufende ins Unabfehbare — und das Unabfehbare doch fo gewiß habe wie den Herzfchlag, wie den nächften Schritt. Erwartet vor allem, daß eine frohe raßlofe Glaubensarbeit9 Hirn und Herz in munterer Klarheit halte und vor lähmender Vernebelung mit eigenfüchtiger ״Ehre", mit geltungsgieriger Lüge bewahre; daß treue Demut die Wahrheit der Tauro unermüdlich in Gedanken, Worten und Taten verlebendige und daraus die tätige, Geh ftändig erneuernde Gläubigkeit entfpringen laffe, die als heiß pulGerender Strom Leib und Seele mit refpektvoller Liebe für die Ehre des Gottesreiches belebt. ״Dennoch, dennoch!" - ruhmreiches Ja’kauw-Jißroeil trotz Allem! - Aus den gütigen Worten der Tauro, aus der ernften Sprache der 8 V 11!7 Ssif. (Jir. 31 20)• 9 Ihr klassisches Urbild II 24 7 נעשה ונשמע, s. dort d. Erkl. Sie erkennt Gott dasselbe Recht zu, das der erziehende Mensch sich nimmt aus der Überzeugung, daß das Kind bei reiferer Einsicht der Erziehung zustimmen würde. (S. a. o. Kap. 15 Anf.) — Ein praktisches Beispiel: Chaj. 0. 15, bes. (3) שיקבע כנפשו u. (6) ולא תתורו.