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Nahalat tsevi · 1934-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1934) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 20 (sequence 22)
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20 Aber die Möglichkeit des Austritts aus Kenesseth Jissrael hat sie finanziell — lahmgelegt. Den Herzen aller fremd, kann Kenesseth Jissrael ein rationelles Steuersystem nicht einführen und durchsetzen. Kenesseth Jissrael muß den Austritt fürchten. Denn dieser Austritt bedeutet heute weder die Abkehr von der Thorah noch auch die Abkehr vom Volk. Er wäre nur ein Protest gegen die pseudoreligiösen Machthaber des Waad leumi. Gibt es eine erschütterndere Charakteristik der Wesensart der berufenen Repräsentantin der jüdischen Einheit im Nationalheim? Darum nochmals: Das Nationalheim ist in Gefahr! VII. Kenesseth Jissrael in ihrer heutigen Gestalt ist als Religionsgemeinsehaft ohne inneres Leben, das im jüdischen Volk nur von der Thorah ausstrahlen könnte. Kenesseth Jissrael in ihrer heutigen Gestalt ist der Tummelplatz machthungriger Kräfte, die nach den Sitzen im Waad leumi langen. Kenesseth Jissrael wird vom Waad leumi beherrscht. Der Waad leumi wird vom thorahfeindlichen — Sozialismus beherrscht. ״Die Beziehung des thorahtreuen Judentums zur Einheit der Gemeinde und zur Einheit des jüdischen Volkes hing stets und zu allen Zeiten von der positiven Einstellung der jeweiligen Führer zur Thorah ab. Bejahten sie die Thorah, so war es den Thorahtreuen möglich, selbst mit den Thorahfremden zusammenzubleiben, ob sie nun Assimilanten oder national waren. Nachdem aber der Zionismus sich in sozialistischer Richtung entwickelt hat, die seinem Gründer völlig fern lag, und zu einem Tummelplatz der internationalen sozialistischen Bewegung geworden ist, die ihrer Grundlage nach antireligiös ist und zu deren Hauptgrundsätzen die Ablehnung der Religion gehört, muß das thorahtreue Judentum in eine ernste Auseinandersetzung mit seiner eigenen Seele treten, die identisch ist mit der Seele des jüdischen Volkes. Das Nationale ist zur Zeit in die Hände von Führern gelegt, die, international wie sie sind, die Gestalt des Zionismus völlig ändern. Es ist hier nicht der Ort, die Gefahr zu erörtern, die dem Zionismus überhaupt durch die Minderung seines nationalen Wesens, durch sein Abrücken von Israels Quelle und seelischen Wurzeln droht. Klar ist jedenfalls, daß der internationale Zionismus, der die Thorah verneint, die jüdische Einheit nicht in demselben Maße bejahen kann wie der nationale Zionismus, der eine posi-

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