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Nahalat tsevi · 1934-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1934) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
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18 im hebräischen Gesetzestext, den Titel ״N a t i o n a 1 r a t“ (Waad leumi) konzedierte. Kenesseth Jissrael ist ihrer ganzen Struktur nach die organisierte jüdische Religionsgemein־־ schaft in Palästina. Es gibt gegenwärtig in Palästina keine andere Zusammenfassung der Juden, als auf der Basis der ״Religion“. Was immer die Organe von Kenesseth Jissrael an politischen Befugnissen haben, steht ihnen nicht als Organen einer politischen Nation, sondern als Organen einer Religionsgemeinschaft zu, der vom Gesetzgeber gewisse politische Aufgaben und Funktionen übertragen worden sind. . Es ist ein grimmiger Witz der Geschichte: der Zionismus, der sich selbst in der Gola für die Nationalgemeinde einsetzte, mußte schließlich sogar im Nationalheim die Religionsgemein־ schaft hinnehmen. Kenesseth Jissrael als Religionsgemeinschaft hat im Grunde weder dem allgemeinen Zionismus als Erfinder des ״Volkstums an sich“ noch dem Sozialismus oder dem Nationalismus etwas zu sagen. Kühl bis ans Herz hinan stehen sie ihren eigentlichen Belangen gegenüber. Allenfalls sind ihnen Mazzothbäckereien und Schächtanstalten willkommene — Steuerobjekte. Nicht die Religionsgemeinschaft als solche, nicht die von ihr zu objektivierende ״Religion“ als solche interessiert sie, sondern nur ihr oberstes Organ, der Waad leumi, in dessen Hand sich immerhin so etwas wie politischer Einfluß konzentriert. Nach diesem politischen Einfluß geht ihr Begehr. Und so ist der Waad leumi, oberstes Laienorgan der — Religionsgemeinschaft, ein Spielball im Kampf der außerhalb Kenesseth Jissrael organisierten, um Macht und Einfluß ringenden, von keiner jüdischen Zentralinstanz gebändigten Volkskräfte. Nicht die lebendige Volkseinheit, sondern der englische — Polizeiknüttel hindert die ärgsten Ausschreitungen. Im Waad leumi aber, oberstem Laienorgan der Religionsge־ meinschaft, sitzen Menschen, denen die Thorah — ״Religion“ ist und die von Religion nichts wissen wollen. Begreift man, warum Kenesseth Jissrael nicht leben und nicht sterben kann? V. Den Grundstock der jüdischen Bevölkerung Palästinas bildete bei Errichtung von Kenesseth Jissrael der Alte Jischuw. Er war durch und durch national und durch und durch thorahtreu. Ihm

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