Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Belongs to
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7 gibt, וערום יכסה בגד und den Nackten mit Kleide bedeckt, sondern auch ואשת רעהו לא טמא wer das Weib seines Nächsten nicht entehrt ואל אשד, נדה לא יקרב und auch in seinem eigenen Eheleben die Vorschriften der Thora heilig hält. Denn wenn wir wenigstens dieses Mahnwort des Propheten in seiner ganzen Hoheit und Heiligkeit beherzigen und befolgen würden, wenn wir uns vornehmen würden, nicht gar so tolerant gegen unsere Kinder und Schwiegerkinder zu sein, sondern sie nur dann als unsere Kinder anzuerkennen, wenn auch sie ihr eheliches Leben der Thora unterwerfen, dann würden wir uns als würdige Nachkommen der Hasmonäer bewähren. Dann würde auch das Chanukkalicht nicht vergebens in unseren Häusern flammen, und nicht umsonst würde es uns an jedem Chanukka-Abend mit wachsender Stärke zurufen: הברו Haltet Euch rein, נושאי כלי ד Träger göttlichen Werkzeugs sollt ihr sein! Spuren des Mutterrechtes in der Bibel. (Eine Plauderei zur biblifchen Gefchichte.) Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dab in alten, doch immerhin fchon historifchen Zeiten eine eigenartige, auch heute noch nicht ganz erlofchene Form des Familienrechtes herrfchend war, das sogenannte Mutterrecht, ״die Emanzipation" der Frau par excellence. Alle Konsequenzen desselben ergeben Geh aus der Grundtatsache, dab der Mann in die Familie der Frau einheiratet. Der Vater spielt in dieser Form lediglich die Rolle des Prinzgemahls. Das Elternrecht ruht bei der Mutter und wird im Auftrag derselben von ihren Söhnen ausgeubt. Es würde in diesem Rahmen zu weit führen, diesen ganzen Komplex darzulegen, wir verweisen insbesondere auf die Auseinandersetzungen in des Freiburger Professors Grob Buch ״die Formen der Familie". Uns interessieren hier die Spuren, die sehr deutlichen Spuren dieser Verhältnisse in der Bibel. Tatsache ist ferner, dab Geh, wann, ist nicht festzustellen, im Gegensatz hierzu das Vaterrecht durchsetzte. Bei dem engen Zusammenhang des Götzendienstes mit den Sexualverhältnissen, von ע־ז mit זנות, leuchtet es ohne weiteres ein, dab insbesondere in der Begleiterfcheinung des orientalifchen Temperaments das Mutterrecht zum Polytheismus den Anreiz gab. Deshalb mubte Abraham in seinem Bestreben, dem Monotheismus