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Nahalat tsevi · 1934-08-01 · Heft 11-12 (August 1934) · p. Seite 296

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 11-12 (August 1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 296 (sequence 18)
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296 fallen, als könnte Galuthleben unverändert in die neue Zeit mit hinübergenommen werden. Dasselbe «מהרד war ja auch das Motiv der Einstellung des Chofez Chaim ״דל, man vergleiche seine Einleitung zu seinem kurzen Kompendium über den tägliehen Tempeldienst. Der Parallelismus, der immerhin dem Verfasser trefflich sekundiert, wäre vollkommen, wenn der Thedaismus sich in einer bestimmten Tat Ausdruck verschaffen könnte. Denn auch von R. Jochanan ben Sakkai an bis auf unsere Tage haben thoratreue Menschen dasjenige empfunden und bewahrt, was Kusari III als den metageschichtlichen Einschlag bezeichnet Wir müssen aber hier unsere Ausführungen unterbrechen, um einer Diskussion Raum zu geben, die sicher auch für den Thedaismus nicht ohne Bedeutung sein dürfte, obwohl sie im Kusari III nicht zur Debatte gestellt wird. Das ist das Problem der מצות ישוב ארץ ישראל. Klarste Quelle ist Rambaa zu Num. XXXIII, 53. Daß aber auch nach Rambam dieser מצוה, wie keiner anderen im Bereich unserer מצות außer den מצות התלויות בארץ eine gewisse Relativität anhaftet, geht aus folgenden Erwägungen hervor. (Quellenangabe in פתחי תשובה אודע סוף סי׳ ע״ה). All diejenigen Decisoren und Werke, die sich in Bezug auf die Aufzählung und Besprechung der מצות an Maimonides halten, erwähnen diese מצוה nicht. Sie kennen natürlich alle den Talmud, der sogar schon in der Mischna die Vorzugsstellung des Wohnens in Palästina im Allgemeinen, in Jerusalem insbesondere betont, (vgl. hierzu auch Chasam Sofer J. D. 234), scheinen aber daraus nicht einen obligatorischen Charakter dieser .מצוד abzuleiten. Theoretisch geht eigentlich am weitesten Or hachajim zu Deut. XI, 22, indem er (der NB. selbst in Jerusalem lebte), die, sagen wir einmal metaphysische Vorzugsstellung des Landes Palästina überhaupt bestreitet für die Golazeit. Auch dem weniger talmudkundigen Leser wird folgende Erwägung zu denken geben. Am ausführlichsten gibt מעיל צדקה dem Gedanken Raum, daß die .מצוד nur dann statthaft, wenn die Existenzmöglichkeit (ם ר נס ה) gesichert ist. Nun gibt es wohl im ganzen Bereich der .מצוד keine einzige, die an diese Vorbedingung geknüpft ist. Das meinten wir oben unter dem Ausdruck ״Relativität“. Man stelle sich vor, daß jemand beispielsweise die Mizwas Tephillin von dieser Bedingung abhängig machen wollte. Eine einzige Analogie gäbe es etwa, das ist die positive (עונג זכר) Seite des Sabbatgebotes.

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