Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 255 (sequence 37)
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255 meinde, vom Kleinen zum Großen schreiten, er konnte selber mit seinen Zielen wachsen und je größer sein Wirkungskreis ward, umso weiter konnte er seine Ziele stecken. So schuf er in den drei Gemeinden seiner Wirksamkeit, in Straßnitz, Mathersdorf und zuletzt in Preßburg den Typ der kleinen, der mittelgroßen und schließlich der großen ישיבה. Und die Schüler des חתם סופר konnten nicht bloß als groß nach Anzahl der lernbeflissenen תלמידים bezeichnet werden. Sie ist noch größer gewesen in der glücklichen Anlage, die sie zum Muster und zum Vorbild für andere ישיבות werden ließ. Von jener Zeit datiert es vornehmlich her, daß es in Ungarn kaum eine Gemeinde gegeben, die nicht eine kleinere oder größere ישיבה in ihrer Mitte beherbergt hätte. Mit der Zeit gab es da auch solche ישיבות, die an Zahl der Schüler die des חתם סופר nahegekommen sind. Es kam dies hauptsächlich daher, daß die meisten ungarischen Rabbiner תלמידים des חתם סופר, seine Bewunderer und Verehrer gewesen sind. Sie haben es als heilige Pflicht angesehen, in die Fußstapfen ihres über alles verehrten Lehrers zu treten und seine Bestrebungen zur Erhaltung der תורה, des Lebensquells des jüdischen Volkes, fortzusetzen. Und es ist Geist von seinem Geiste gewesen, wenn in seiner Vaterstadt Frankfurt am Main 50 Jahre, nachdem er sich zur Ruhe gelegt hatte, wieder eine ישיבה erstanden ist. Der Begründer dieser ישיבה, der zu den גדולי התלמידים des כתב סופר gehört, hat mit dieser ישיבה die besten Traditionen des חתם סופר wieder nach dem Lande und dem Orte verpflanzt, von wo er ausgegangen war, um einem weiten Kreise der Judenheit Lehrer und Führer zu sein. Die russisch-litauischen ישיבות seit der Begründung der Woloschiner ישיבה sollen בע״ה in einem besonderen Artikel behandelt werden. Der Weltkrieg hat auch auf dem Gebiete der ישיבות Verheerungen angerichtet. Besonders im Osten sind viele ישיבות zusammengebroehen, die ein reiches Reservoir der Thoragelehrsamkeit gewesen sind. Der Wiederaufbau dieser zerstörten Lehr- Stätten kann nur unter gewaltigen Opfern möglich sein. Und es mutet fast wie ein Wunder an, wenn trotz aller Sorgen und Krisen allenthalben in großen und kleinen ישיבות gelernt wird und wenn an manchen Orten wieder neues Leben aus den Ruinen erblüht. Es ist ein Wunder und ein Zeichen des Ewigkeitscharakters des jüdischen Volkes. Es bewährt sich sichtlich an ihm das Prophetenwort und die göttliche Verheißung: ואני זאת בריתי אותם אמר ה׳ לא ימושו מפיך ומפי זרעך ומפי זרע זרעך מעתה ועד עולם.