Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 9-10 (Juni 1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 254 (sequence 36)
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254 an der Spitze der Gemeinde und der ישיבה gestanden haben; die Stadt, die noch zur Zeit des נודע ביהודה eine Anzahl von בעלו בתים besessen hat, die die größten Rabbinatssitze geziert haben würden, dieses Land und diese Stadt wiesen nach verhältnismäßig kurzer Zeit eine solche Leere in Thorakenntnis auf, wie man sie sonst kaum wahrgenommen hat. Es war eine traurige Entwicklung, die Deutschland, Böhmen und Mähren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts genommen haben. (In den Westländern England, Frankreich und Italien war der Niedergang schon vor־ her eingetreten). Bis auf einen geringen Re3t war nichts übrig geblieben, das an die alten Zeiten regen geistigen Lebens gemahnt hätte. Aber die Tätigkeit eines ר יחזקאל לאנדוי und eines ד מרדכי בנעט sollte doch noch, wenn auch nicht in den Orten ihrer Wirksamkeit, reiche Früchte tragen. Die zahlreichen Schüler dieser Männer trugen die Lehren, die sie von ihnen empfangen, in ein Land, das den zersetzenden Einflüssen der Reform noch nicht ausgesetzt gewesen ist und zwar nach Ungarn. Hier begründeten sie neue ישיבות und hier ebneten sie den Boden für eine Persönlichkeit, die von der Vorsehung dazu ausersehen gewesen ist, den Glanz der תודה der in weiten Gebieten beinahe ganz verloschen war, wieder hell aufleuchten zu lassen. Diese providentielle Persönlichkeit war ד משה סופר, bekannt unter dem Namen חתם סופר. Es grenzt nahezu an5s Wunder־ bare, wie dieser Mann aus Deutschland, wo ihm nach Lage der Dinge kein bedeutenderes Betätigungsfeld gewinkt hat, nach einem fernen Lande ziehen mußte, um dort Großes zu vollbringen. Denn die großen Männer in Deutschland verbrauchten ihre Kräfte in der Abwehr des großen Unglückes, das in geistigreligiöser Beziehung über die deutsche Judenheit hereingebrochen war. Ihre Kräfte wurden von diesem Kampfe ganz in Anspruch genommen. Unter solchen Verhältnissen wäre es auch einer Persönlichkeit wie ר, משה סופר nicht beschieden gewesen, in Deutschland soviel für die Erhaltung des תורה leisten zu können, wie er es während seiner 50 jährigen rabbinischen Wirksamkeit in der Heranbildung von Thorajüngern getan hat. Die drei Gemeinden seiner Wirksamkeit bilden die einzelnen Stufen der Entwickelung, die er in der Errichtung und Einrichtung von ישיבות durehgemacht hat. Er konnte da auf dem Wege von der Kleingemeinde zur Mittelgemeinde und von der Mittelgemeinde zur Großge-