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Nahalat tsevi · 1934-06-01 · Heft 9-10 (Juni 1934) · p. Seite 236

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 9-10 (Juni 1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 236 (sequence 18)
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236 an dem Beitrag zu messen, den man durch immer mehr gesteigerte persönliche Gesetzestreue, durch immer inniger gestalteten Anschluß an die thoratreue Gemeinschaft, durch immer wirkungsvoller vollzogene Erweckung und Heranziehung Gleichgesinnter, durch immer warmherziger hingegebene Opfer an Zeit, Geld und Arbeit für den Fortschritt auf dem Wege zur Rückkehr in Gottes Land geleistet hat. Noch steht die Bewegung erst am Anfang. Es wird viel Geduld nötig sein. Aber wenn auch das thoratreue jüdische Volk noch schläft, sein Herz ist dennoch wach. Suchen wir den Zugang zu seinem Herzen. Transjordanien. Es hat seine eigene Gefchichte, dieses Land Transjordanien. Nicht nur, dab es heute von Palästina losgelöst ist und in der nächsten Zeit wohl kaum die Aussicht bietet, Siedlungsland für jüdifche Siedler zu werden. Vielmehr ist es vom Anfang an ein Problem gewesen. Was wäre wohl aus diesem Land geworden, wenn Rüben und Gad nicht den Antrag gestellt hätten, dab in diesem Land für ihre Stämme eine Heimstätte bereitet worden wäre? jüdifcher Besitz war Transjordanien doch durch die Besiegung von Sichon und Og geworden. Vielleicht wäre es bei der groben Landverteilung durch Josua an andere Stämme gefallen. So aber ruhte auf diesem Transjordanien das Gepräge von etwas Besonderem, es war sozusagen der erste Rif? in der Einheit des Zwölfstämmereiches. Wenn man die gefchichtlichen Entwicklungen genau verfolgt, so kann man - und das erklärt die heutige eigenartige Stellung Transjordaniens als Glied dieser Entwicklungen - feststellen, dab die in Sichons und Ogs Erbe wohnenden Teile zum Teil ein selbständiges, politifches Leben führten. Die Angst vor dieser Möglichkeit trat fchon in Erfcheinung, als die eigentliche Inbesitznähme Transjordaniens erfolgte. Als es damals den Anfchein erweckte, als ob die 21/, Stämme durch Errichtung eines eigenen Altars ein Sonderdasein sich zu fchaffen entfchlossen wären, da machten ihnen erfchreckt die anderen 91/* Stämme das in seiner Selbstlosigkeit, Brudertreue und tiefster Religiosität auch von den Historikern niemals ganz gewürdigte Angebot, ihnen im eigenen Besitz Lebensraum zu geben. Lieber Landnot als Gottesferne, lieber

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