Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 202 (sequence 40)
- Belongs to
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202 שכר zu sein, und er wird ein שומר חנם, da die Arbeit dem Auftraggeber sofort zur Verfügung steht. Erklärt er ausdrücklich, daß er jede Haftung ablehne, falls die Arbeit nicht sofort abgeholt wird, dann gilt er noch nicht einmal als שומר חנם und ist sogar im Falle eines פשיעית für nichts haftbar ס'׳ ש״ו ס״א. Ganz anders aber ist es, wenn er die Herausgabe des Gegen- Standes von der vorherigen Bezahlung abhängig macht, dann haftet er auch weiterhin als שם) .שומר שכר) b.) Beschädigung des Arbeitsstückes. Gibt man dem Handwerker einen Gegenstand zum Ausbessern oder Material zur Neuanfertigung eines Gegenstandes und er macht ihn durch schlechte Ausführung vollkommen unbrauchbar, so muß er den Wert des Gegenstandes abzüglich des Arbeitslohnes ersetzen, denn wir entscheiden: אין אומן קונה בשבח כלי d. h. jeder Mehrwert des Gegenstandes durch die Arbeit des Arbeiters, gehört sofort dem Auftraggeber, der Arbeiter kann nur den Lohn beanspruchen. Daher gehört der fertiggearbeitete Gegenstand, sogar vor Bezahlung des Lohnes, dem Auftraggeber, obgleich er bis jetzt nur das Bohmaterial geliefert hat. .סי׳ ש״ו ס״ב סמ״ע סק״ו וב״ח שם Der ש״ך שם סק״ג beschäftigt sich ausführlich mit dieser Frage und erklärt es als ססיקא דדינא ob wir tatsächlich אין אומן קונה בשבח כלי entscheiden, ebenso auch der ערוך השלחן סק״ד וסק״ו, was als Folge hat, daß man vom Handwerker den Mehrwert gerichtlich nicht zurückfordern kann. Beim Arbeiter entscheiden alle אין אומן קונה בשבח כלי, da er nur die Pflicht zur Arbeit, nicht aber zur Fertigstellung des Gegenstandes hat. עה״ש שם. Hat der Arbeiter eine Änderung der angegebenen Arbeit vorgenomraen, die an sich wertvoll ist, aber für den Besteller ist der Gegenstand dadurch unbrauchbar geworden; z. B. Wolle, die schwarz gefärbt werden soll, wurde weiß gefärbt, dann gilt folgende Regelung: Der Mehrwert (שבח) einerseits und sämtliche Ausgaben (הוצאה) andererseits werden berechnet, auch die Arbeit des Hand- Werkmeisters wird berechnet, aber nur in Höhe des gewöhnlichen Arbeitslohnes (ש״ך שם סק״ה). Ist der Mehrwert größer, dann erhält der Arbeiter nur die Ausgaben, umgekehrt nur den Mehrwert. Über den Begriff שבח und הוצאה sind zwei grundlegend verschiedene Ansichten vorhanden. רש״י erklärt es folgenderweise: Das Rohmaterial war z. B. Mk. 10.— wert, die Ausgaben betrugen au.,h Mk. 10.—. Ist der jetzige Wert des Gegenstandes mindestens Mk. 20.—, dann erhält der Arbeiter seine Mk. 10.— Ausgaben,