Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 184 (sequence 22)
- Belongs to
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164 klar ihre Kinder als Bürger des kommenden Gottesstaates erziehen. Ich weiß nicht, wofür sonst Ihr sie erziehen wollt! Wo sonst wollt Ihr sie einbürgern, daß sie eine Heimat haben? Wollt Ihr sie als Staatenlose in der Welt herumlaufen lassen? So faßt den Entschluß: Macht sie zu Bürgern des kommenden Gottesstaates und lehrt sie gleich unseren Vätern leben, nicht ein Leben der Vergangenheit, nicht ein Leben der Gegenwart, lehrt sie ein Leben der Zukunft! Ich bin optimistisch genug zu glauben, daß wenn die orthodoxen Führer unter sich einig sind, wenn sie unter sich nur klar sind und dann an die jüdischen Menschen herangehen, daß es gelingen wird, daß es gelingen muß, die jüdischen Menschen zu gewinnen. Und ich weiß, wenn ich erst einmal die Menschen gewonnen habe, wenn ich erst einmal die Menschen erkämpft habe, erst einmal die Herzen entfaltet habe, daß sie bewußt zurückkehren und eintreten in die jüdische nationale Geschichte und diese Ge~ schichte ihrerseits bewußt fördern wollen, daß es keine so reiche Organisation geben wird als die des thoratreuen jüdischen Volkes. Nicht arm an Geld war diese Organisation, arm an Menschen war sie! Für Menschen 8011 sie kämpfen, daß sie die Menschen bekommt und erzieht. Hier sind die Millionen vor Euch, geht zu ihnen, wecket sie auf, gewinnt sie, Leistungen kommen von selbst. Nicht darum handelt es sich, wer von uns, wieviele von uns gewürdigt sein werden, nach Erez-Jisroel zu gehen, um dort in unserem Lande als Soldaten der Thora, als Soldaten Gottes zu kämpfen. Aber jeder einzelne Vater, jede einzelne Mutter des thoratreuen jüdischen Volkes muss wissen: wie immer die Schick« sale sind, die dem Einzelnen beschieden sein werden, die neue Generation, sie wird allmählich doch mehr und mehr in Erez Jisroel landen. Hätte das thoratreue jüdische Volk schon früher klare Beziehungen zu Erez-Jisroel geschaffen, wahrlich, die jungen jüdischen Menschen hätten es weniger schwer, als sie es wirklich heute haben. Wir müssen die Verantwortung tragen für unsere Jugend. Das gesamte Erziehungswesen müßte umgestaltet werden: Thauro im Derech-Erez-Jisroel! Wollen wir auch heute noch unsere Jugend etwa dafür erziehen, dass sie Judentum innerhalb der deutschen Kultur wird vertreten können? Wer weiss, ob unsere Jugend hier bleiben kann, wer weiß, ob unsere Jugend hier bleiben will! Nun, 80 erziehen wir sie für Erez-Jisroel, Thauro im Derech- Erez-Jisroel, und wo immer unsere Jugend dann landet, wo immer sie wohnt, mit dieser Erziehung wird sie ihr Leben nicht verfehlen können. —