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Nahalat tsevi · 1934-04-01 · Heft 7-8 (April 1934) · p. Seite 183

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 7-8 (April 1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 183 (sequence 21)
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1Ä3 muß ja doppelte Pflichttreue, doppelte Gesetzestreue Platz greifen. Wenn wir unsere große verheißene Zukunft heute, in der Zeit der Not und Qual, gewissermaßen als letztes in die Waagschale hineinwerfen, dann muß der Ruf ergehen, von einem Ende der Erde bis zum anderen: Richtet den Blick auf Erez-Jisroel, dort wo das Morgenrot ist! Für dort arbeitet, wo immer Ihr seid, in all’ Euren Aufenthaltsorten, wohin immer Euch das Schicksal, der Wille Gottes, verschlägt und wohnen läßt! Tretet heraus aus der unerhörten seelischen Vereinzelung, werdet Euch bewußt, daß Ihr als Einzelne nichts seid, daß Ihr alles nur seid aus den Händen des Volkes, aus dessen Schoß Ihr hervorgegangen! Werdet bewußte Teile, Atome des jüdischen Volkes und macht Euch die Aufgabe des Volkes zu eigen und macht Euch die große Sehnsucht des jüdischen Volkes zu eigen! Bedenkt, daß bei aller Not und Qual die Zeit, die Gott uns erleben läßt, die größte ist, die man erleben kann. Daß Not und Leid, die wir erleiden, gemessen an dem Ziel, zu dem sie hintreiben, gerne von jedem von uns übernommen werden sollten. Und treten wir doch heraus aus der durch das Leid gewordenen Verengung. דוד המלך sagt: ״Die Nöte haben mein Herz weit gemacht״. Nicht eng machen will Gott unser Herz durch die Nöte, die er hat kommen lassen, im Gegenteil, weiten will er unser Herz! Machen wir unsere Herzen auf, erfüllen wir es mit den Zukunftshoffnungen unseres Volkes, und nehmen wir uns entschlossen vor, für diese Zukunft des jüdischen Volkes unter Einsatz des privaten Daseins zu kämpfen und zu streiten, und seien wir uns bewußt, der Weg nach Jeruscholajim geht nur über die Thauro. Doppeltes Lernen ist Arbeit für Erez Jisroel, doppelte Pflichttreue ist Arbeit für Erez Jisroel! Und entflammen wir unsere Herzen! Jeder einzelne von uns 8011 erfüllt sein von dem, was der Sinn unserer Zeit ist, soll nicht ruhen, bis er nicht immer wieder neue Menschen für unsere Sache gewinnt. Was nützt es denn, wenn man immer sagt — es ist der orthodoxe Grundfehler —: man braucht Geld! Jawohl, ich weiß es, wir haben kein Geld. Ich weiß das, aber ich will das Geld nicht, die Menschen will ich haben, um die Menschen sollen wir kämpfen, ich will haben, daß jeder orthodoxe Jude sich die Nacht darüber Sorge macht, was wird mit Erez-Jisroel, was wird mit unserer Zukunft, ich will, daß man nicht nur an sein privates ״Lebenchen״ denkt, sondern, daß man sich zur Verantwortung für das Leben des jüdischen Volkes erzieht. Menschen will ich haben, Menschen für uns gewinnen, die sich fühlen als Bürger des kommenden Gottesstaates, die bewußt und

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