Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 181 (sequence 19)
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181 der verkennt, wie ungeheuer wertvoll das war, was in Erez-Jisroel durch die Aguda, durch die wenigen Menschen in ihr, die wirklich gearbeitet haben, geschehen ist. Ich bin der letzte, der die Größe dieser Kleinarbeit verkennt. Vielleicht gehört mehr Seelenstärke dazu, im Kleinen und Stillen arbeiten zu müssen, als im Großen und in der lauten Öffentlichkeit. Jawohl, wir sind als die Einzigen dem alten Jischuw zur Hilfe gekommen! Wir sind diesen Menschen, darunter großen und edlen Menschen, von einer Lauterkeit, wie sie die Welt ihresgleichen nicht kennt, jawohl wir sind stolz darauf, daß wir ihnen zur Hilfe gekommen sind, und zwar als die Einzigen, daß wir ihre Not teilten, ihre Sorge auf uns nahmen, daß wir ihre Befürchtungen mit ihnen hegten, und daß wir nach dem Ausmaß unserer schwachen Kräfte ihre Schulen zu fördern trachteten. Nichts, nichts an dem Verdienst all derer, die dafür tätig gewesen sind, 8011 hier im entferntesten geschmälert werden! Aber darf denn dies alles sein, was das thoratreue jüdische Volk in dieser Epoche leisten kann und leisten muß? Unvollziehbar ist der Gedanke, daß es nur der zionistischen Idee gelungen sein sollte, den Enthusiasmus und die entschlossene Tatkraft des einzelnen Juden zu entfachen, daß aber die Thauro, die heute vor uns steht, die verlangt nach der Herrschaft in ihren. Lande, die bettelt, daß man ihr Land ihr retten solle, daß die Thauro, daß die Wahrheit nur kalte Herzen, nur laue Entschlüsse, nur tausend Bedenklichkeiten findet! Nein, so darf es nicht geschehen! Ich behaupte: wenn das thoratreue jüdische Volk erst wirklich einmal erwacht ist, erst wirklich einmal erkannt hat, um was es sich heute handelt, dann wird das thoratreue jüdische Volk allmählich die stärkste Macht im neuen Erez-Jisroel werden, wird die ehrlichen, nur die Thora wollenden Teile des Misrachi mit Gewalt und Macht an sich ziehen und wird in unserem Lande mehr und mehr die H. H. und die Revisionisten an die Wand drücken und von ihnen mehr und mehr die Menschen zu sich heranholen. Noch ist nichts zu spät, noch ist gar nichts verloren! Glauben Sie nicht den Kleinmütigen, die Ihnen sagen, das nütze alles nichts mehr! Wieviele Juden wohnen denn eigentlich in Erez-Jisroel? Vielleicht so viel, wie heute allein in Berlin! Da sollten wir von Unabänderlichkeiten sprechen? Von diesen 250.000 jüdischen Seelen in Erez- Jisroel gehört ein großer Teil, davon bin ich absolut überzeugt, gehört ein großer Teil zu uns. Von diesen 250.000 jüdischen Seelen wäre ein außerordentlich großer Teil auch heute noch für uns zu retten, wenn jüdische Menschen hinkämen, die sich besonnen