Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 180 (sequence 18)
- Belongs to
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150 der Epoche kommt es an! Wenn die Weltorthodoxie der Auffässung ist, hier sei eine neue geschichtliche Epoche, dann 8011 sie in diese Epoche hineinsteigen, dann 8011 sie den ehernen Entschluß fassen, alle ihre Glieder aus dem Schlaf zu wecken, daß sie dem בנה ירשלים zur Hilfe kommen, damit alle Möglichkeiten, die sich heute durch die Wunderwirkung des מסבב סבבים ergeben, nicht der Gesetzlosigkeit, nicht der zionistischen Thorafremdheit, sondern umgekehrt, der Gesetzestreue, dem jüdischen Volk der Thauro zugute kommen. Diese Entwicklung, die heute eingesetzt hat, das ist keine Entwicklung, die mit mathematischer Gewißheit sich ausreift, wir alle wissen, daß jede geschichtliche Entwicklung eine Synthese darstellt aus der Freiheit des Menschenwillens und der Gestaltung des Gottes der Geschichte, und aus der Weissagung wissen wir genau, daß unser geschichtliches Ziel erreicht werden kann auf dem Wege des זכו oder לא זכו, daß unsere verheißene Zukunft kommen wird, entweder antreffend ein jüdisches Volk, das diese Entwicklung verdient, oder ein jüdisches Volk, das ganz und gar auf der Erde liegt, und die Thauro ist in Vergessenheit geraten, und nur noch ein Wunder kann uns helfen. Beide Wege liegen vor uns, aber an uns ist es die Entscheidung zu bringen, wie die Entwicklung kommen soll. Wenn die Weltorthodoxie in ihrer bisherigen Lethargie gegenüber Erez-Jisroel verharrt, wenn sie sieh darauf beschränkt, den Zionismus zu bekämpfen, und das soll nicht aufhören, und wenn sie sich damit begnügt, Scheidewände zu errichten, die den alten Jischuw schützen sollen vor dem neuen Leben, das preiszugeben ist: dann fürchte ich, daß die unerhörte geschichtliche Konstellation, die vor uns liegt, für uns ח״ו verloren geht. Unsere Jugend, sie wird uns einmal zur Rechenschaft ziehen, sie wird uns fragen, warum habt Ihr uns denn nicht die Augen geöffnet und uns gesagt, wir sollen das heutige Erez-Jisroel aus dem Herzen reißen, in das es eingegraben ist, warum habt Ihr uns keine Klarheit geschaffen, wie wir zu all diesen Vorgängen stehen sollen! Halbe Entschlüsse, das ist das schlimmste, was das thoratreue jüdische Volk tun könnte. Wir müssen erwarten, daß unsere Großen laut und deutlich aussprechen, wie die Agudas Jisroel als organisierte Weltorthodoxie zu dem historischen Erleben unserer Tage zu stehen hat. Ist es wirklich das Wirken des בנה ירשלים, wofür die gesamte Konstellation spricht: wie kläglich und geringfügig ist dann all' das, was bis jetzt in den letzten Jahrzehnten die Weltorthodoxie an Sympathie und an Leistungen für Erez-Jisroel aufgebracht hat. Ich bin der Letzte,