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Nahalat tsevi · 1934-04-01 · Heft 7-8 (April 1934) · p. Seite 178

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 7-8 (April 1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 178 (sequence 16)
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sollen, daß wir dem ganzen Zeitgeschehen schließlich in vollendeter Verständnislosigkeit gegenüberstehen, und daß wir den Zusammenhang mit dem Zeitgeschehen restlos verlieren. Das Wunder des neuen Lebens in Erez-Jisroel ist da, und wir haben uns nun zu entscheiden. Dieses Wunder des neuen Lebens in Erez-Jisroel muß für uns das Signal sein, den entschlossenen Versuch zu unternehmen, das zu neuem Leben erwachende Erez- Jisroel für die Thauro zu erobern. Wir haben nicht die Befugnis, hier eine reine Konjunktur-Politik zu treiben, sondern wir mäßen uns darüber klar werden: was ist der Sinn unserer Zeit, und was ist der Sinn des historischen Geschehens, das sich vor unseren Augen vollzieht! Dieser Sinn kann nur der sein, daß eben jetzt in unseren Tagen, denn vor den Tatsachen kann man die Augen nicht verschließen, daß in unseren Tageu der בנה ירשלים am Werke ist, daß Erez- Jisroel ersteht, daß Erez-Jisroel zu neuem Leben erwacht, und hin zu Erez-Jisroel das jüdische Volk sich kehrt בנה ירשלים ד נדחי ישראל יכנס! Denn Hand in Hand mit diesem Wirken des בנה ירשלים geht doch auf der anderen Seite jene merkwürdige politische Konstellation im jüdischen Volke der Gola, die, ob wir wollen oder nicht, seinen Blick immer wieder zu unserem Lande richtet, und unsere Hoffnungen immer wieder auf unser Land erstreckt. Aber wenn wir dabei verharren, wie bis jetzt, lediglich unter den Stößen unserer kleinen privaten Erlebnisse uns unseres Landes zu erinnern, wenn wir foitfahren, aus diesem Lande lediglich ein Objekt des privaten Egoismus zu machen, hingehen, weil man keine andere Möglichkeit mehr sieht, wenn das Ganze nichts anderes ist, als eine ganz private Angelegenheit jedes Einzelnen, wie er sich aus seinen privaten Nöten hilft, und wenn es nicht vielmehr die flam־ inende Erkenntnis des thoratreuen jüdischen Volkes ist, daß in t\)V dem Erleben unserer Tage, unabhängig von der privaten Sorge, nichts anderes vorliegt, als das Wirken unseres Gottes, und wenn nicht diese seine dämmende Überzeugung allgemach die Herzen aller Teile des jüdischen Volkes durchdringt, dann fürchte ich, daß nach menschlichem Ermessen hier eine ungeheure geschiehtliehe Konstellation nutzlos an uns vorüber geht, und dann zittere ich für die orthodoxe Jugend nicht mir Deutschlands, dann zittere ich für die thoralreue Jugend der ganzen Welt. Denn ich muß es hier offen aussprechen: Wer heute von uns, wer heute von der Weltorthodoxie nach Erez-Jisroel geht, als junger Mensch, befindet sicli nach all' dem, was ich hier vorgetragen habe, in einer un-

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