Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 176 (sequence 14)
- Belongs to
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176 wir ihnen nicht zur Hilfe kommen, um ihnen die einigende Kraft der Thauro zu bringen, um ihnen die Idee der Thauro vorzuleben, und eie die Idee der Thauro zu lehren, für das Gemeinschaftsleben in Erez-Israel. Der alte Jischuw steht einstweilen dem neuen Leben innerlich fremd gegenüber, und dennoch hat es auch im alten Jischuw eine mächtige und große Persönlichkeit gegeben, die gewissermaßen zwischen dem alten und neuen stand. Diese große Persönlichkeit, das war Rabbi Chajim Sonnenfeld S״p־un. Er hat erkannt, um was es sich in unserem Lande, in unseren Tagen, handelt. Ganz und gar dem alten Jischuw zugehörig, ganz und gar aber auch dem Lande zugehörig, ganz und gar ein Jehudi von Erez-Jisroel. Und er besaß die gewaltige Kraft, jenen Schritt zu tun, der allein dazu hilft, der allein dazu in Stand setzt, die Dinge zu deuten. Er hat den großen Schritt in die jüdische Geschichte getan! Ihm ist die Erkenntnis aufgegangen, daß wir hier mitten in einem geschichtlichen Prozeß stehen, von unerhört großer Tragweite. Er, der ganz dem alten Jischuw zugehörte, er hat sich mit jedem Haus gefreut, das neu erstand, gleichgültig, ob es von jüdischer oder von arabischer Hand gebaut war, denn ganz und gar hat ihn das Bewußtsein erfüllt, baut nur und baut, Ihr baut für uns, Ihr baut für das Volk der Thauro. Und ganz und gar hat ihn das Bewußtsein erfüllt, daß die unerhörten Erlebnisse der Gegenwart letzten Endes nichts anderes bedeuten, als das Wirken des בנה רשליס% das Wirken Gottes, der im Begriffe steht, Jerusalem neu zu errichten. Und dasselbe Gefühl, dasselbe Bewußtsein, hatte in unendlicher räumlicher Entfernung jener andere Große, der Chofez-Ohajim זצוק״ל. Beide großen Führer des jüdischen Volkes, der eine mehr visionär, der andere mehr historisch, saßen und warteten. Ganz und gar waren sie erfüllt von dem Bewußtsein, daß es sich heute nicht mehr handelt um Einzelerscheinungen, um Einzel-Dinge, sondern, daß es sich hier darum handelt, daß der בנה ירשלים am Werke ist. Und hier komme ich nun zur Besprechung der ungeheuer großen Aufgabe, die unser aller harrt. Das gesetzestreue jüdische Volk muß eigentlich immer, bei allen Neuerscheinungen großen Formates, spät, um nicht zu sagen zu spät, kommen. Erinnern Sie sich etwa an den Ausbruch der sozialen Judenemanzipation, wie da unsere Väter zitternd und zagend vor dieser Neuerscheinung standen, daß man hineingehen solle ins allgemeine bürgerliche Leben, und wie sie hier nur die Gefahren sahen, und wie sie vor