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Nahalat tsevi · 1934-02-01 · Heft 5-6 (Februar 1934) · p. Seite 139

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 5-6 (Februar 1934)
Date
1934-02-01
Page
Seite 139 (sequence 29)
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13W Darum — wollte Dowid nicht ein König wie andere, nicht ein Gegenkönig Gottkönigs fein, fo muhte er Kauhein werden. Dabei hatte er die K’hunno nicht allein in der zeitgebotenen Weife, alfo im Ringen um P’rifchuh 14, zum Durchbruch zu bringen; darin war ihm fchon König Schoul mufterhaft vorangegangen15. Vielmehr durfte die Forderung der K’hunno keinesfalls vor feiner eigenen Königswürde Halt machen. Alfo muhte er vor Allem die gefamte Macht- und Befitzesfülle, die in feine königliche Hand gegeben war, dem wahren König des Staates zu Fühen legen und eigenfüchliges Haben in Haben für Gott, in Chahiduh wandeln. Er durfte nicht nur, fondern muhte lieh als Chohid bekennen16. Das erft machte ihn zum Typ eines jüdifchen Regenten, zum irdifchen Statthalter Gottkönigs. Chohid ift, wie Kauhein, nicht Titel, fondern Amt, Beruf. ln diefem Geift erzog er feine Kinder, dah fie Kauhanim17 wurden, man möchte fagen, ihr Leben der Propaganda für die Ehre des Gottesreiches verfchrieben. Erft vor dem wunderbaren Hintergrund folcher Haufesgefinnung hellt fich einigermahen das pfychologifche Dunkel auf, das auf den niederdrückenden Ereigniffen in diefer königlichen Familie laftet, — kreatürliche Reaktionen gegen Jihroeiltumsgipfel erftrebende Führererziehung, erfchütternde Kontraftfchatten des ftrahlenden Lichtes echter jüdifcher Königswürde....כל הגדול מחברו Und wenn bereits Dowids Sohn durch die erfte Einführung von 18 נטילת ידים die Erziehung des Volkes zu P’rifchuh und damit zur lebensnahen, den Alltag durchdringenden K’hunno-Gefinnung auf breitere Grundlage (teilte, fo beweift das, welcher Geift den Prinzen erzogen, zum Liebling Gottes gebildet hatte und ihn - fo bezeichnend! — einen Kauhein, alfo wiederum einen glühenden Vorkämpfer des Gottesreiches, zu feinem Vertrauten wählen lieb19. Es lehrt aber auch — ach, wir find ja fo blind, wenn wir nicht als Talmudjuden T’nach, das Lehrbuch unteres hiftorifchen Gefetzes, lefen! — wie das Denken und Wollen des von Gott erwählten Königshaufes Herz und Gemüt des erwählten Volkes zu 14 bzw. טהרה; Ssanh. 21a, b גורת ייחוד; s. a. T’hil. 51. 16 Sch’m. I 20, 26 Malbim; B’roch. 62 b u. j. Ssanb. II 4 צניעות. 16 Thil. 86,2; B’roch. 4a; Owauß III, 7. 17 Sch’m. II 8,18. 18 Schab. 14 b; dazu שניות סייג לעריות, J״wom. 21 & (u. Schab, a. a. O. עירובין סייג לשבת, geg: d. Habsucht!). ״ M’loch. I 4,ö.

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