Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 5-6 (Februar 1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 138 (sequence 28)
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138 bereiter des Gottesreiches fein wurde oder verwegener Gegenfpieler Gottkönigs auf dem dreifüßigen Infurgententhrone der Sinnlichkeit und Habgier und Rechthaberei, ob es das Volk zur Bewährung in Scb’chino-Nähe oder ins Goluß führen würde. K'hunno ift die fchlichie, geradlinige Konfequenz des ה׳ אחד- Bekenntniffes. Gauj-kodaufch ift legal, mehr nicht11. Aber K’hunno ift total, wandelt alle drei Grundbegehrniffe des Ich in ftürmifche Triebe für Gott. Angelichts der Abfolutheit Gottkönigs wird auch befcheidenes Gelten lächerlich, gezügeltes Genießen fade, felbft legales Haben gegenftandslos. Den bewußten Kauhein tragen Aniwuß, P’rifchuß und Chaßiduß zu den Höhen von Tauro, Awaudo und G’miluß-chaßodim. Aniwuß wandelt Geltungsdrang in Jir'o: Gott gilt abfolut, nur er hat immer Recht. P’rifchuß kehrt Sinnlichkeit in K’dufcho: die Leiblichkeit felber wird zum ״Wagen" der Sch’chino. Chaßiduß erfetzt Habfucht durch Ruach-hakkaudefch: alles ift Habe Gottes, vom felbftlos Hingegebenen ergreift fein ״heiliger Geift" Befifz12. Dem echten Kauhein gilt die Geltung des Gottesreiches über alles in der Welt, und fo preift fchon des Führers Segen den K’hunno-Stamm13. .ועשיתם את מצותי והייתם קדושים; אשר קדשנו במצותיו 11 12 s. d. Brajßo d. R. Pinchoß b. Joir, Aw. S. 20b. Sie wird, zuweilen nur Bruchstückweise, in mannigf. Varianten zitiert. Die authent. Reihenfolge ist wohl die in j. Sch’k. in, 3: תורה, זריזות, זהירות, נקיות, פרישות׳ טהרה׳ חסידות, רוח הקדש 11 תחיית המתים. 4יה: II ענוה, יראת חטא I! קדושה. Aus den dort angeführten erklärenden Versen fallen die von קדושה zu ענוה u. von ירא׳ח zu חסידות überleitenden dadurch auf, daß sie nicht hinweisen auf ein Fortschreiten des Menschen von sich aus. An diesen Stellen der Stufenleiter sind also Cäsuren. Damit (aber auch ohnehin durch Prüfung der Begriffe sich ergebend) entsteht sofort die Gruppenteilung: 1) פרישות חסידות רוח״ק (3 ,ענוה ירא״ח (2;[טהרה] קדושה. Die paarweise Zusammengehörigkeit ergibt sich auch für Luzatto im M’ßilaß J’schorim (obwohl er die Reihenfolge von Aw. S. wählt), u. z. für die 2. Gruppe ohne Weiteres, und für die 1. zwingt sie sich ihm so stark auf, daß er sich (cap. 26) zu einer ausdrücklichen Auseinanderhaltung genötigt fühlt, obwohl bei ihm טהרה u. קדושה ohnehin weit auseinanderliegen. Parallel geschaltet ergeben sich zwei Reihen: פרישות, עניוות, חסידות und קדושה. ירא״ח, רוה״ק Das ist im großen Ganzen die Ordnung von Aw. S. Die erste Reihe enthält die Leistungen der K’hunno, die zweite ihre Erfolge, d. h. die Umkehrungen von תאוה ,כבוד יקנאה. Vgl. die ganz entsprechende Stufenleiter (Fähigkeiten, Leistungen, Erfolge) in der Aufeinanderfolge von ,כהנים) ביתז אהרן) 1ישרי und יראי ה׳ (der יראת חטא nahe verwandt, M. J. c. 24) T’hil. 115, 118 u. 135, wo offenbar 'יראי ה als pars pro toto für die ganze zweite Reihe steht. — s. a. o. Kap. 9 Anm. 3. ״ V 35,8—!ס.