Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 5-6 (Februar 1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 137 (sequence 27)
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157 wollen gar keinen felbfiändigen König, fie meinen1 תנה, daß er ihnen zu Eigen und zu Willen fei. Und fo ein ״König für uns" follte dann auch als oberfie Rechisinfianz fungieren, מלך לשפטנו. Das war empörend! Das hieb ja: erft Volkskönig, dann Schaufeit! Wirklich, ganz ״wie bei allen Völkern"! Was waren ihre Intereffen? Abgötterei fürs leibliche Volkstum und im Hintergründe — Sinnlichkeit. Mit Recht fagt R.N’hauraj: Sie wünfchten ״fich" einen König nur, damit er ihnen den Götzendienft bringe7 8. Freilich, in einer Zeit vollkommener Übereinftimmung zwifchen den Forderungen des Gottesrechtes und dem Begehren des Volkes wäre auch ״König über dir" und ״König für uns" identifch und מלך לשפטנו einwandfrei gewefen. Aber diefe Zeit war noch nicht da. Der Staat war noch nicht fertig, und bei allen Völkern erfcheint der König früheftens mit dem Staat. Eine Staatsfpitze, wie fie alle Völker ringsum in ihrem König haben, kommt für Jißroeil erft nach Fertigßellung des Gottesftaates, früheftens mit feinem letzten Schlußftein in Betracht9. So hatte es Gott gemeint. Doch noch war das Gebot der Befitzergreifung - וירשתה וישבתה mit dem ה׳ des Wunfches und der Bitte! — nicht erfüllt; noch war allenthalben heidnifche Urbevölkerung geduldet, ja geachtet unter ihnen — fie wußten, wozu! Auch R. J’hudo hat Recht: ihr Verlangen kam zu früh1״. Trotzdem gab Gott dem erften König die Chance, durch Vollftreckung des Gottesurteils an Amoleik die Frühgeburt des Königtums zu lebensfähiger Reife zu bringen. Allein, auch dies mißglückte. Das Königtum blieb kränklich. — — Nicht, daß es an Königen fehlte. Hoffnungsvoll begann das Königshaus Dowids, feelengroß und geiftesgewaltig. Nach Jahrhunderten des Kampfes um die leibliche Gaujkodaufch-Grundlage des Goitesftaaisvolkstums gegen Sinnlichkeit und Meta-Irrung erfleht in Dowid der Fahnenträger des Mamlecheß- Kauhanim. Vorbildlich faßt er mit hellem Führerblick Sinn und Ziel und Gefetz der Gefchichte feines Volkes ins Auge und befingt fie in unfterblichen Worten. Er, der König, weiß klarer, als alle, Gott als König und nicht nur als Gottheit zu begreifen. Von diefem Begreifen hing es ja ab, ob fein Haus demütiger Weg- 7 Der Gegenstand der שימה (i. Gegensatz zu dem der נתעה, des zur Verfügung Hingebens) behält seine selbständige Bedeutung und Wichtigkeit; so überall in Tnach. 8 V 17, u Ssif. 8 V 1,7 Ssif. 10 V 14, ״ Ssif.