Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 5-6 (Februar 1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 134 (sequence 24)
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134 Sie wufeten, warum die Tauro nicht müde wird, zur K’dufcho zu mahnen und vor Tum’o zu warnen. Kampf, heroifchen Kampf wird es freilich koften, wie ihn noch kein Volk geführt, gefchweige denn beftanden hat. - Wie fchafft der Trieb fich Luft? Durch Selbftbeflüfterung6 - - השמרו לכם פן יפתה לבבכם....! Frage und Antwort verliefen dabei ganz entfprechend jener Zeit, in der die Verächter des Wortes des wahren, einzigen Gottes nicht blindftolze Verftandesautonomiften waren, fondern gläubige, wenn auch irrende Verehrer himmlifcher ordnender Kräfte. Denen war Gott mehr als ein philofophifches Abftraktum. Sie waren daher noch nicht fo modern, um zu verftehen, wie man an Gott glauben könne, ohne feinem Willen mit dem ganzen Leben zu dienen. Für fie als überzeugte Irrationaliften war die Gottheit noch, was fie in Wahrheit ift: die den Lebenserfolg jedes Gefdiöpfes nach Recht und Würdigkeit ordnende himmlifche Macht. Nicht die Exiftenz, fondern die wirkfame Wirklichkeit der Gottheit war für fie entfcheidend. Wenn die von ה׳, unserer Gottheit, gesetzte Wirtfchafts- und Gefellfchaftsordnung ihnen aus unbefriedigter Sinnlichkeit erft läftig und bald unausführbar und fchlie&lich wertlos, ja verderblich erfchien, fo waren fie dadurch nicht eigentlich Leugner, fondern Verächter Gottkönigs geworden. Die Lüge ihrer Irrung traf nicht feine Exiftenz, fondern feine wirkfame Wirklichkeit. Mutter der Irrung war, wie gewöhnlich, triebliche Selbftbeflüfterung. »Warum uns, mehr als den andern Völkern, fo enge, hohe Schranken um die Sinnlichkeit?" ׳״n, untere Gottheit, duldet es nicht anders. Das Land würde uns ausfpeien." »Aber — war diefes Land nicht fchon unter den alten Bewohnern erftaunlidi gefegnet? Wem verdankten fie Land und Segen? Vielleicht - ihrer Gottheit, der ״andern"? — (Gewife nicht zum Überflufe, fondern weil es garnicht oft genug getagt fein konnte, betont die Tauro immer wieder, da& ה׳ זיהינו uns das Land gegeben hat!). Oder vielleicht - verdankten fie es ihrem Gottheitsdienft, vielleicht, dafe der fo glücklich auf die Meta-Kräfte diefes Landes eingeftellt war? Wie, wenn wir diefen ״Dienft" - natürlich an den gehörigen Stätten - unferer Gottheit zollten? - (Gewife >1«• 11 v י