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Nahalat tsevi · 1934-02-01 · Heft 5-6 (Februar 1934) · p. Seite 133

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 5-6 (Februar 1934)
Date
1934-02-01
Page
Seite 133 (sequence 23)
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133 Aus Sch’chino-Nähe ßrömle auf Feld, Weide und Haus ein Segen üppigffer, ganz unvorßellbarer Fruchtbarkeit, - wogte aber auch in dem feelifchen Volkstum ein gewaltiger, ganz unvorßellbarer Außrieb zu Gott. Sich felbß überlaßen, würde aus dem Strom fruchtbaren Segens lieb eine Flut linnlidier Zügellofigkeit ergießen, die den aufblühenden Seelengarten überfchwemmen und damit das ganze Volkstum, auch das leibliche, verheeren müßte. Die Gauj-kodaufch- Aufgabe verlangte, mit ßarker, weiter Selbßzucht den gefährlichen Strom einzudämmen und in der Gewalt zu behalten. Der Kampf galt der Sinnlichkeit. Der drückende Auftrieb der Sch’chino- Nähe komprimierte fie zu explofiver Sprengkraß. Die Menfchen ihrerfeits waren gegen diefe vorauszufehende Gefahr aufs beße gerüßet. Sie halten ihre Leißungskraß und Erbanlage2, fie haßen die Leißungsausftaßung der Korbonauß und vor allem die feelifche Ausßattung mit den wunderbar befreienden3 Worten der Tauro. Das alles verbürgte ihre Sicherheit und Ruhe, wenn fie nur wollten und auf der Hut blieben. Sie kannten ihren Außrag, einen Staat der K’dufcho, der Antifinnlichkeit, der abfoluten Zentrierung um Goßkönig zu erftellen. Sie wußten, daß diefer Außrag die Ausrichtung ihrer wirtfchafispolitifchen Ordnung, des ganzen Komplexes der im Sinnlichen wurzelnden Lebensvorgänge, gemäß dem Lebensgefetz Goßkönigs fordert. Aber den Weg des Gauj-kodaufch kann mit Sicherheit nur gehen, wer fchon ein gewißes Maß von K’hunno befitzt. Es genügt nicht, Goßkönigs Gefetz als Gegenßand der Tat zu nehmen; es muß Herzensfache fein. Vor den Bürgergehorfam gehört Bürger bekenntnis, und das iß kein träglallender Glaube, kein billiger Hurra, fondern mühfame Selbßzucht und Glaubensarbeit. Von den drei Grundfähigkeiten der K’hunno4, die den drei Urtrieben entgegenwirken, um fie fchließlich geradezu ins Pofifive für Goßkönig umzukehren, ßeht P’rifchuß gegen die Sinnlichkeit. Sie iß das ftrenge, aber unentbehrliche Exercierreglement für fichere Zurückhaltung von jeder K’dufcho-Widrigkeit, von jeder Tum’o, und fchon in Gedanken5, ....ולא תתורו. So war P’rifchuß der Anfang ihres Gauj-kodaufch-Weges und, wie aller Anfang, fchwer. * s. o. Kap. 1 u. 6. 8 Owauß VI, 2; Ssuk. 52 b; Kid. 30 b. 4 s. w. Kap. 16. ö IV 15,39; V 23, l0; Aw. S. 20b.

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