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Nahalat tsevi · 1934-02-01 · Heft 5-6 (Februar 1934) · p. Seite 116

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 5-6 (Februar 1934)
Date
1934-02-01
Page
Seite 116 (sequence 6)
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116 eine wirkliche Lösung der Judenfrage, dafc eine endgültige Beseitigung der geistigen und materiellen Judennot nur auf dem geheiligten Boden Palästinas möglich ist. Wir sind freilich noch lange nicht am Ende. Denn ist auch der Anspruch des jüdifchen Volkes auf das Heilige Land von den politifchen Weltmächten anerkannt worden, so kann und wird doch erst die Zukunft lehren, ob der innere Ausbau des jüdifchen Nationalheims in Palästina dem Judentum zum Segen gereichen wird oder nicht, ob der gesunde Sinn des jüdifchen Volkes sich stark genug erweisen wird, politifche Errungenfchaften, denen ja immer etwas Vergängliches anhaftet, mit den Ewigkeitswerten der Thora zu vermählen. Noch sieht es heute so aus, als ob das Thorajudentum bei seiner Übersiedlung nach Erez Jisroel vom Regen in die Traufe käme. Es fcheini beinahe, als ob an die Stelle des Galuth Edom das Galuth Jisroel treten wollte Schwere Kulturkämpfe innerhalb des jüdifchen Volkes sind entbrannt. Während in den Jahrhunderten des Galuth Edom Gottes Thora auf die Duldung nichtjüdifcher Mächte angewiesen war, muh in unseren Tagen des Galuth Jisroel Gottes Thora bei j ü d i s ch e n Faktoren die Stellung sich erkämpfen, die ihr gebührt. השתא עבדי noch sind wir Sklaven. Gäbe es Gott, dafe לשנה הבאה בני חורין, dafe wir im kommenden Jahre frei sein werden, dab die Fesseln fallen werden, die noch immer Israels Leib und Israels Seele bedrücken. - ונודה לך שיר חדש על גאולתנו ועל פדות נפשנו. Zwischen Purim und Pefeach. Wir meinen nicht etwa die Zeitspanne der vier Wochen, die zwischen diesen beiden Zeiten abläuft, wir haben eine andere Frage im Auge. Warum in Susa diese plötzliche Lösung der bangen Frage, warum in Ägypten diese langausholende, für die Beteiligten fast unerträgliche Spannung bis zur Stunde des Auszuges? Nicht als ob wir so vermessen wären, des Allmächtigen Wege restlos erforschen zu wollen. Nur an der Hand der Gedankengänge altjüdischen Schrifttums möge der Unterschied kiargelegt werden. Da gibt es eine Mitteilung, die zu denken gibt. Es wird erzählt, zwei Juden machten den Auszug anfänglich gar nicht mit. Sie blieben zurück. Ja, eine Emanzipation von Pharaos Gnaden

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