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Nahalat tsevi · 1934-02-01 · Heft 5-6 (Februar 1934) · p. Seite 115

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 5-6 (Februar 1934)
Date
1934-02-01
Page
Seite 115 (sequence 5)
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115 Nur e i n Mittel gibt es, um eure Sehnsucht zu erfüllen, um euch aus Bedürftigen in Gesättigte zu verwandeln: Rückkehr zu Gott und Gottes Thora! Lasset euch nicht irre machen! Bleibt nicht auf halbem Wege stehen! Vergesset doch nicht, daß in derselben Bibel, deren ethifchen Weisheitssprüche ihr bewundert, auch der Satz steht: כי יל איכל מחמצת ונכרתה הנפש ההיא;ועדת ישראל Nur auf dem Boden des Gesetzes könnt ihr zu aufrechten, wahrhaftigen Juden werden. Das ist die Aufrüttlung des jüdifchen Gewissens, die gleich zu Beginn der Sederfeier die Peßachhagadah vornimmt. Dem fchüeßt sich nun unmittelbar ein programmatifches Bekenntnis an, das gleich der vorangehenden Gewissensaufrüttlung ebenfalls in zwei Teile sich gliedert: ... חשתא הבא ln diesem Jahre sind wir noch hier, im folgenden Jahr in Erez Jisroel. Noch vor kurzer Zeit gehörte es in weiten jüdifchen Kreisen zum guten Ton, zu lächeln, zu spotten, zu witzeln, wenn von Jerusalem, von Erez Jisroel die Rede ist. Darin ist es doch in den letzten Jahren anders geworden, und die Gerechtigkeit gebietet es, das Hauptverdienst dieser Wandlung dem Zionismus zuzufchreiben. Seitdem der unverlierbare Anspruch des jüdischen Volkes auf das heilige Land von den Weltmächten, wenn auch nur zum Teil, anerkannt worden ist, seitdem Palästina — wenn es auch noch lange kein jüdisches Land geworden ist - dem jüdischen Volke eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte gewährt, seitdem Tausende von jüdischen Menschen vor Ungeduld brennen, Bürger dieses jüdischen Nationalheims zu werden, seitdem hat Israels 2000 jähriger Sehnsuchtsschrei השתה הכא 11שנה הבאה בארעא דישראל auch für das Bewußtsein moderner Menschen viel von seiner utopischen Weltfremdheit verloren, seitdem gibt es keinen bewußten Juden mehr, der nicht im tiefsten Innern ergriffen wäre im Angesichte der welthistorischen Tatsache, deren Zeugen wir sind, wenn wir sehen, wie das geschichtliche Band, das uns für ewige Zeiten mit Erez Jisroel verbindet, wie dieses Band, das einst Titus, der Römer, mit grausamer Hand zerschnitt, in unseren Tagen sich wieder leise zu knüpfen beginnt. Wer hätte auch vor wenigen Jahren gedacht, ja auch nur zu träumen gewagt, daß das Bekenntnis zu Erez Jisroel, wie es in den Worten der Hagadah השתה הכא zum Ausdruck gelangt, jemals so aktuell, so zeitgemäß werden könnte, wie in unseren Tagen! Die Vorsehung hat gesprochen. Unsere Aufgabe ist es, auf ihre Stimme zu hören und uns mit dem Bewußtsein zu durchdringen, daß

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