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Nahalat tsevi · 1933-12-01 · Heft 3-4 (Dezember 1933) · p. Seite 107

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 3-4 (Dezember 1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 107 (sequence 61)
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107 סרק ו׳ א׳) Daher ist der Augenblick der Ausführung bei den ע״ז tatsächlich erst durch die Hinrichtung gegeben. Schwerwiegender ist indessen der auch von Herrn Stein erhobene Einwand, daß das Recht, den רודף zu töten, ja nur besteht, um den Verfolgten zu retten, nicht aber mehr, wenn dieser bereits gerettet ist, was bei ע״ז doch anfcheinend der Fall ist, sobald die Zeugen überführt sind. Das ist jedoch nur formal richtig. Der Angeklagte ist zunächst vor der Hinrichtung bewahrt geblieben. Auf der anderen Seite besteht aber die Tatsache, dah die beiden Zeugen gemeinsam den festen Entfchluh gefaht haben, den Angeklagten zu töten. Diese Tatsache wird durch ihre Überführung im Prozeh nicht im mindesten beseitigt. Man muh sogar eher umgekehrt annehmen, dah dadurch der von ihnen gegen den Angeklagten gehegte Hah ganz auherordentlich verstärkt wird. Würde man unter diesen Umständen die ע״ז auf freien Fuh setzen, so wäre der Angeklagte ganz zweifellos seines Lebens nicht mehr sicher. Die ע״ז wären noch nicht einmal gezwungen, einen neuen Plan zu ersinnen. Sie könnten den ursprünglichen in der Weise weiter verfolgen, dah sie versuchen, Zeugen zu dingen, welche die מזימין überführen. Derartige Befürchtungen sind bei den ע״ז in viel höherem Mähe begründet als bei einem gewöhnlichen רודף. Einmal sind es hier zwei Menfchen, die sich zu gemeinsamem Handeln verbunden haben. Auherdem zeigt ihr bisheriges Verhalten, dah sie viel weniger fahbare indirekte Mittel benutzen. Auch der gewohnliche רודף würde überdies nicht aufhören, רודף zu sein, wenn sein Plan lediglich durch das Dazwifchentreten eines Dritten zunächst vereitelt ist, sein Verhalten aber darauf fchliehen läht, dah er den gefahten Plan nicht aufgegeben hat. Noch klarer liegen die Dinge beim מוסר. Man nehme etwa an, dah die Denunziation des מוסר zunächst zurückgewiesen ist. Dann würde man ihn weiterhin als מוסר ansehen müssen, bis feststeht, dah er seinen Plan endgültig aufgegeben hat. Allerdings bemerkt der רמב״ם הלב׳ גניבה פ״ט הל׳ י״א beim בא במחתרת, dah bei diesem das Tötungsrecht erlifchi, sobald פנה עורף. Der Fall liegt aber insofern besonders, als der בא במחתרת ja überhaupt nur bedingt als רודף angesehen wird. Er hat ja nicht eigentlieh den festen Entfchluh gefaht, den Eigentümer zu töten, würde nur im Falle des Widerstandes beim Einbruch vor einer Tötung nicht zurückfchrecken. Daher ist er nicht mehr רודף, wenn er nicht mehr beim Einbruch betroffen wird. Zu erwägen wäre nur noch, ob nicht der für רודף geltende

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