Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 99 (sequence 53)
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ץ 1 ו I ו ן I ו ו I 1 99 5. Eine Frage. Zweimal fchon hatte Awrohom die Schenkung des Landes an ihn und feine Kinder gehört und fraglos hingenommen1. Erft bei der Verheißung des 2לרשתה wurde er bedenklich. Eine Schenkung de jure, die zwar giltig ift, aber nicht de facto vollzogen wird, belaftet wenig. Hingegen als Befitzergreifer auftreten, mit dem Anfpruch des legitimen Rechtsnachfolgers das Seine fordern, das belädt mit voller Verantwortung für die Sache. Nachkommen und Befitzergreifung zufammen bedeuten ein von Awrohom entflammendes Volkstum auf totaler volkswirtschaftlicher Balis, einen Staat. Da entfprang feiner abgrundtiefen Befcheidenheit als erfter Gedanke die Frage9:?במה אדע כי אירשנה Ein Land, ihm anvertraut, ift nur ein von der ״höchften Macht, dem Eigner von Himmel und Erde* * verliehenes Lehen und muß als Provinz des Gottesreiches verwaltet werden, als Gottesftaat. Wann wird er ohne Anmaßung lieh die Vertrauenswürdigkeit zufprechen dürfen, als Statthalter Gottes auf Erden aufzutreten und frei von Anwandlungen autonomißifchen Befitzes- und Machtmißbrauches zu bleiben? Gott antwortete: Ja, vor der Bewährung wird Erziehung fein, und Erziehung ift Innuj, aber erft - für deine Kinder4. Und in der Bewährungszeit werden Korbonauß fein, um urtriebliche Irrung zu meiden oder zu fühnen. So werden fie fich halten können, wenn fie nur wollen5. — Gewiß hatte Awrohom bei feinen Worten in reinfter Demut an fich felber gedacht. Die Verheißung hatte ja auch gelautet: ״Dir.! ״ Würde Gott nur von einer Befitzergreifung der Kinder gefprochen haben, fo hätte Awrohom gewiß nicht einfach gefragt:? במה יידעו (אדע) כי יירשוה und damit für feine Kinder den ernften, herben Prüfungsnachweis ausreichender Erziehung angeregt. Er hätte gefchwiegen oder wenigftens die Fülle des חסד für fie erfleht. So aber, indem er fich felber der väterlich erziehenden Hand Gottes zur Verfügung!teilte, ja, fie geradezu für fich erwartete, hatte er jedenfalls den Anwärter des Lehens als der Innuj- Schule bedürftig erklärt. Daß die Anwartfchaft tatfächlich feinen Kindern Vorbehalten war, machte feine Frage fo fchmerzlichpeinvoll, fo fatal. * I 12,7; 13,15. * I 15,7. » I 15,8. * I 15,13. * I 15,6 Raschi, M’gil. 31b.