Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 79 (sequence 33)
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Masse der Thoratreuen, in tatenfroher Begeisterung ihre Pfennige spendend, wirklich gelöst werden könnte!- Also redeten, also wirkten Alfred Roden und seine Freunde- Und es ward das Jahr der deutschen Juden-Katastrophe zu einer Epoche in der Metageschichte des Gottesstaats.- .הבאים ישרש יעקב Mit diesem Worte des נביא hat vor jetzt genau 27 Jahren der Frankfurter Raw זצ״ל den ersten Vereinstag der rekonstruierten, erweiterten ״Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums“ in Berlin eröffnet. Nicht alle Hoffnungen, die sich an diese Tage• in so reichem Maße knüpften, sind in Erfüllung gegangen. Aber der Gedanke des Glaubens an die Sieghaftigkeit der Thoratreue ist geblieben und hat der ״Freien Vereinigung“ die Kraft zu ihrem segensreichen Wirken bis zur Stunde gegeben. Der Erinnerung an jene Tage und diesem Gedanken seien die folgenden Zeilen gewidmet: Es geht dem Frühling zu, und es beginnt fich zu regen an Wurzel und Keim. Manche Stürme werden und müssen dahinbraufen, bevor der Keim zur Blüte, die Blüte zur Frucht gereift ift. Eine alltägliche Erfcheinung für den, der alljährlich die Vorgänge in der Natur finnig füll beobachtet. Eine Prophetenrede lieht in diefen Vorgängen ein Bild des Sinnes der jüdifchen Gefchichte, eingekapfelt in das Weltgeschehen. Er fah es nicht für feine Zeit, er fchaute es für uns und untere Zukunft. Man fucht heutzutage fo viel nach Ausweg und Löfung, wohl auch nach innerem Ausgleich. Dem letzteren wenigftens dürfte ein Prophetenwort zur Weifung dienen: ״Tage werden kommen, da wird Jakob Wurzel fchlagen, knofpen und fich entfalten Israel, dann wird die Welt voll fein ftändigen Ertrages". Hier haben wir im Vorderfatz eine Dreiheit. Ein kurzer Überblick fchon lehrt uns, daß es wohl Zeiten gab, in denen Blüte und Entfaltung fichtbar waren, das ״Wurzel fchlagen" jedoch fcheint nur feiten ftattgehabi zu haben, auch nicht, als Jakobs Enkel im verheißenen Lande ihre Zelte aufgefchlagen hatten. Es dürfte lehr erfprießlich fein, darüber einige Worte zu tagen. Steht doch diefes Land unerwartet rafch wieder einmal im Mittelpunkt des Strebens der Juden; ob auch im Mittelpunkt des jüdifchen Strebens? Wenn felbft Jefaia in den glücklichen, des religiöfen Atmens vollen Zeiten Chiskijahu’s nur von der Zukunft fprach, von den Tagen da es der Menfchheit um den Frieden mit Gott gehen würde (vgl'