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Nahalat tsevi · 1933-12-01 · Heft 3-4 (Dezember 1933) · p. Seite 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 3-4 (Dezember 1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 77 (sequence 31)
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מ Thedalsmus münden, als einer Sehnsucht, die nach laten schrie, einer Sehnsucht, die zu Lebensbestimmung wurde. An den jüdischen Menschen, als ein Wissender an der Thora testhaltend in unerschütterbarer Willensfestigkeit, durch die Thora in wachsender Reinheit des Willens zur Freiheit, zu Gott voranschreitend, ganz und gar der jüdischen Nation und ihrer metageschichtlichen Sphäre angehörig; an den deutsch-jüdischen Menschen vor allem, mitten in die Welt an sich hineingestellt in hundertfach erschwerter und hundertfach erprobter Selbstbehauptung, und nun von ihren Stürmen mit umso unerhörterer Heftigkeit erfaßt, je mehr Fäden er von der Thora zu ihr im Laufe der Jahrzehnte gesponnen hatte: an ihn wandten sich Alfred Roden und seine Freunde, um nun erst recht von ihm zu fordern, daß er an der bis zum Thedaismus zu Ende gedachten Lebensdevise Rabbiner Hirschs nicht irre werde, daß er im Ge- ״ genteil, bewußter als bisher, geschichtlicher als bisher, in dem großen Lehrer den Wegweiser in die Zukunft unseres Volkes, den Wegweiser zum Gottesstaat erkenne und als eigene ßerufung die Pionierarbeit für das von Zijaun beherrschte Jeruschalajim erschaue. Nur die Arbeit am Gottesstaat, nur die völlige Aktualisierung unserer hinreißend gewaltigen Zukunftserwartung kann unser aus tausend Wunden blutendes Volk stützen und stärken, nur die Schaffung eines vorbildlichen Zentrums im Heiligen Lande, leiser Hauch kommender Herrlichkeit, die metageschichtliche Wesensart unseres Volkes der Sturmflut zum Trotz herausstellen. Ein solches Zentrum kann die Jünger Rabbiner Hirschs nicht entbehren. Ganz und gar bekennen sich Alfred Roden und seine Freunde zum ״alten Jischuw" des Heiligen Landes. In einem Heldenmut ohnegleichen hat er Zijaun gegen die furchtbare Uebermacht des — Zionismus verteidigt und gehalten. Aber der Gottesstaat der Zukunft kann Jeruschalajim nicht missen. Zijaun ruft nach Jeruschalajim, die Thora nach ihrem Herrschaftsbereich, der Geist nach der Materie, die er sich unterwerfen muß, wenn anders er seiner Bestimmung auf Erden gerecht werden soll. Deutsch-jüdische Menschen, Jünger Rabbiner Hirschs: erkennt ihr nicht die ganze Größe der Aufgäbe, die euer harrt? Nehmet Rabbiner Hirsch an Bord des Schiffes, das euch in die Heimat trägt! Heimat? Siehe, selbst in der Gola wollte er nichts anderes, als euch im Gottesstaat der Zukunft heute schon anzusiedeln: und wie erst dort, wo jeder Stein dem Gottesstaat der Zukunft geweiht ist? An den ״alten

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