Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 76 (sequence 30)
- Belongs to
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7« Gottes zu Füßen zu legen. Sie erhoben die Forderung, daß das jüdische Volk seine ״Fürsten der Thora“ unverzüglich dazu auf־־ rufen möge, aus ihren Reihen Männer zu bestimmen, die sich umfassende Kenntnis der modernen Wirtschaftsphänomene zu verschaffen hätten, um sie nach den Maßstäben des Din Thora zu bearbeiten und auf diese Weise die Herrschaft der Thora auf das moderne Wirtschaftsleben zu erstrecken. In ihnen war brennende Sehnsucht, gerade an dieser, wenn auch einstweilen nur theoretischen, Aktualisierung der Thora gegenüber den Problemen des modernen Wirtschaftslebens ihre immerwährende Funktion als Recht an sich, als Gottes Menschenrecht, im Hinblick auf den werdenden Gottesstaat darzutun. Denn ihnen war die Thora nicht das Recht längst vergangener Wirtschaft, sondern das dem jüdischen Volk geoffenbarte Recht der Wirtschaft schlechthin, die sich nicht an der Wirtschaft, sondern an der sich die Wirtschaft zu orientieren hatte. Ihnen war die Thora die Friedenstifterin im nationalen Innenleben, die Erfüllung der ewigen Menschheitssehnsucht nach sozialem Frieden. Und so führten sie ihren Kreis, um das soziale Wesen der Thora zu Verständnis zu bringen, in die Wirtschaftslehre ein und wiesen ihnen die Thora als Nationalökonomie des jüdischen Volks, als Inbegriff des nationalen Sozialismus des Gottesstaats. — Ihrem also vorbereiteten Kreis öffneten Alfred Roden und seine Freunde, hierin ganz in das Schrifttum Rabbiner Hirschs sich erstreckend, die Augen über die unermeßliche Tragik der Menschheitsgeschichte, über das soziale und über das internationale Galuth der Nationen der Erde, nicht minder geweissagt von den Propheten und Sehern unseres Volks, wie sein eigenes Galuth. Es war die ״politische Richtung Jaakobs“, die sie lehrten und zu deren Förderung sie aufriefen. Klare und eindeutige Sätze entwickelten sie über die Beziehung der zerstreuten Glieder des jüdischen Volks zu den sie beherbergenden Wirtsvölkern, Beziehungen, die unabhängig sind von Konjunktur, unabhängig auch von den wechselnden Begehrnissen des versklavten Willens, Beziehungen vielmehr, wie sie sich aus dem Wesen der Menschheitnation und ihrer Metageschichte ergeben. Und auch der, hoch über jeder Konjunktur, hoch über allen wechselnden Begehrnissen des versklavten Willens, in der liebenden Freiheit des jüdischen Menschen wurzelnden Sehnsucht nach unserem Lande gaben sie Ziel und Richtung. In dieser Sehnsucht nach dem geeinten Zijaun und Jeruschalajim ließen sie den