Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 61 (sequence 15)
- Belongs to
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61 ארחותץ־י bemerken unsere חכמים in ברכות, daß dies eine פרשה קטנה wäre, שכל גופי תורה תלויין בה. Es gibt nach dem פירוש der מפרשים nichts, was nicht mit ,דעת ה in Verbindung gebracht werden könnte, Essen, Trinken, Handel und Wandel. Die ספרי מוסר werden nicht müde, diese Verpflichtung, daß alles, was der Mensch ausübt, לשם שמים geschehen soll, — daß die Erfüllung nur den wenigsten gelingt, ändert an der Forderung nichts — zu betonen. Essen und trinken soll ich לעבודת הבורא, schlafen, mich ausruhen soll und kann ich לשם שמים, Handel und Wandel treiben, meinem Beruf nachgehen kann und soll ich zum Zweck der Förderung des göttlichen Willens — nur studieren und mich mit fremden Geistesgebieten abgeben 8011 לשם שמים nicht möglich sein? Um etwas Derartiges zu meinen, dazu war Rabbiner Hirsch — ein zu guter Jehudi! Dazu war er von der alles überragenden Majestät der תורה viel zu sehr durchdrungen. Die תורה ist absolute Wahrheit, die Wissenschaft Äußerung des dem Menschen verliehenen göttliehen Weisheitsfunkens. Wieso kann es also überhaupt einen wirklichen Gegensatz zwischen wahrer Wissenschaft und göttlicher Weisheit geben? Nur menschliche Unzulänglichkeit kann diesen Gegensatz erzeugen, in sich selbst kämpfte Rabbiner Hirsch alles nieder, was aus dem außerjüdischen Kulturgut den Herrscheranspruch der Thora anzutasteu drohte. Allem, was ihm nicht für die Thora tragbar erschien, ließ er keinen Eintritt in sein Wesen. Alles Wissen stellte er unter den Willen und das Diktat der תורה. Das war wohl kein ״wissenschaftliches“ Vorgehen, aber ein um so jüdischeres. Die Wogen der Kultur stürmten auf ihn genau so ein wie auf seine übrigen Zeitgenossen, er aber meisterte sie. Das war durchaus ,Tvm-Größe, das war durchaus jüdische Größe, jüdischer Geist. Daß כל מה שברא הקב״ה בעולמו לא בראו אלא לכבודו, daß alles, was Gott in Seiner Welt geschaffen, Er zu Seiner Ehre erschaffen, hat nicht Rabbiner Hirsch erfunden. Daß einst על מסילות הסוס auf den Schellen der Rosse stehen wird קודש לה׳, daß כל סיר בירשלם jedes Kochgefäß in ירשלם Gott geheiligt sein wird, ist eine Wahrheit, die ebenfalls nicht von Rabbiner Hirsch stammt. Daß wir verpflichtet sind, danach zu streben, das ganze Leben mit dem Willen der תורה zu durchdringen, verpflichtet sind, das Leben in seiner Vielseitigkeit Gott zu weihen, ist ebenfalls ein selbstverständlicher!^^-Gedanke. In allen Zeiten haben die Großen Israels ihre Aufgabe darin gesehen, die ewige Forderung der תורה, auf der Erde, קירוב שכינה zu fördern, zu verwirklichen. Diese ewigen תורה Aufgaben allerdings inmitten des sogenannten mo-