Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 1-2 (Oktober 1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 43 (sequence 45)
- Belongs to
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4i wir nicht vermutet, daß gegen solch eine weihevolle Handlung das Herrichten und Hinstellen der Lampeu zurückstehe? Und auf der anderen Seite: Leuchten nicht die Chanukohlichter zur Erinnerung an das Wunder, welches Gott am öle des Tempelleuchters vollbrachte? Wer hätte da nicht erwartet, der Schwerpunkt der Mizwoh sei das Hinstellen der Lichter an den für sie bestimmten Platz, weil ja dieser Platz so beschaffen sein soll, daß die Lichter leicht bemerkbar sind und dadurch das Gedächtnis an das Wunder in unserer Brust wecken? Das Gegenteil ist indes der Fall, und eben daraus spricht der Geist der halachischen Vorschriften. Im Tempel wohnt Gott. Er aber, der Quell des Lichtes, bedarf des Lichtes nicht. So sagt רב ששת in der Gemoro: (:שבת כ*ב) Vierzig Jahre wanderte Isroel in der Wüste im Strahl des göttlichtes Lichtes und da bedürfte Gott des irdischen Lichtes? Drum ist der Sinn des Tempelleuchters, daß er durch sein sogenanntes נר מערבי ein Beweis für das Weilen der göttlichen Herrlichkeit in Isroel ist. Dieser Sinn kommt nur dann zur Darstellung, wenn der Leuchter im היכל, an der Stelle steht, die ihm die Tauroh angewiesen. Das Hinstellen des Leuchters auf den Platz, auf welchem er zum Wahrzeichen der Scbechinoh wird, ist daher von ausschlaggebender Bedeutung. Es ist dabei belanglos, daß der Leuchter normalerweise immer auf seinem Platze verblieb. Da er, wenn ein Nicht-J■^ die Lichter anzündete, zu diesem Zwecke in die עזרה hinausgetragen werden mußte, so war das darauffolgende Hinstellen im היכל theoretisch möglich. Für eine Leuchte als Sinnbild der Schechinoh darf nur der כהן die Lampen herrichten, und im gleichen Raume, dem היכל, soll es geschehen. Indes das Anzünden mag ein Nicht-|,^ vollbringen. Das Wahrzeichen gilt ja auch für ihn, es gilt ja für ganz Isroel, deun es ist das Zeugnis, daß Gott in der Mitte Isroels wohnt. Und von hier dringt der geistige Strahl der Flammen des Tempelleuchters zu den Chanukohliehtern. Wie jeder in Jsroel die ממרה im Tempel anzünden durfte, so ist dieses Anzünden am Chanukoh zur Hauptsache geworden. Wohl leuchten die Chanukohflammen zur Erinnerung an das Wunder im Tempel, wohl gelten bestimmte Vorschriften für den Platz, au welchem sie diesen hehren Zweck erfüllen. Aber die eigentliche Mizwoh ist das Anzünden. Durch das Anzünden wird uns das Wunder am Chanukohfeste allabendlich zum erneuten Erlebnis. Es erinnert uns an