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Nahalat tsevi · 1933-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1933) · p. Seite 41

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 41 (sequence 43)
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41 Vielleicht gelingt es uns, an Hand des Schrifttextes eine Lösung der Schwierigkeit zu finden. Am Ende von ,תצוד erwähnt die Thauroh die Lichter in zwei aufeinanderfolgenden Versen. Im ersten Verse spricht sie vom Herrichten der Lampen am Morgen; im zweiten vom Anz finden der Lampen am Nachmittage. Das Herrichten am Morgen nennt sie ״ הטבהIn guten Zustand bringen.“ Der Eambam meint nun, daß zur הטבה nicht allein die Reinigung der Lampen und ihre Versorgung mit frischem Ol und Docht, sondern auch das Wiederanziinden derselben gehört. Auf diese Weise erklären sich לחם משנה und כסף משנה den Rambam. In gutem Zustande befinden sich die Lampen daher noch nicht, wenn sie mit frischem Brennstoffe versehen sind, sondern erst, wenn auf ihrem Dochte die Flammen leuchten. Wenn somit nach der Ansicht des Rambam der כהן auch des Morgens die ausgebrannten Lichter wiederanzündet, so tut er dies zur Vervollkommn nung der הטבה. Denn das Reinigen der Lampen ist der eine, das Anzünden der andere Teil ein und derselben עבודה. Erst durch das Anzünden ist sie vollendet, so daß der Rambam mit Recht zu sagen vermag: ״Das Anzünden ist die eigentliche ״.הטבה Anders verhält es sich am Nachmittage. Hier spricht die Tauroh nur vom Anzünden und wählt hierfür einen selbständigen Ausdruck, welcher das Reinigen der Lampen nicht in sich schließt. Gewiß müssen nach der Ansicht des Rambam auch des Nachmittags die Lampen vor dem Anzünden gereinigt werden. Dazu paßt ja auch der Wortlaut der Mischnoh in פרק ז* משנה ד) יומא), wo das Anzünden des Tempelleuchters am Nachmittage des יום כפור geradezu הטבה genannt wird. Aber hier ist das Anzünden Selbstzweck, denn die wesentliche Bestimmung des Leuchters ist das Brennen der Lichter von Abend bis Morgeu. Am Morgen dagegen ist der Hauptdienst an der מנורה das Instandsetzen, wozu nach dem Rambam das Wiederanzünden der Lichter mitgehört. Am Abend muß das Instandsetzen ebenfalls durch כהן geschehen. Gleichwohl ist es nur die Vorbereitung für das Anzündeu, welch letzteres die Tauroh selbständig erwähnt. Der Ausdruck lautet für den Abend העלאה ״Aufsteigenlassen der Flammen.“ Das heißt: Das Licht, mit welchem die neue Flamme angesteckt werden soll, wird nur so weit an den Docht geführt, daß die Flamme von selbst aufsteigt. Die Weisen kleiden dies in die Worte: ״שתהא שלהבת עולה מאיליה״. Da somit die Tätigkeit bei diesem Anzünden (d. h. der mechanische Vorgang) geringfügig ist, wird für dieselbe nicht unbedingt der Dienst des כהן in Anspruch genommen. Demgemäß

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