Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 1-2 (Oktober 1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 37 (sequence 39)
- Belongs to
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37 auf Grund des 5ק021ת?-רודף getötet werden sollten, wie läbt sich ihre Tötung mit dem Grundsatz von יכול להצילו באחד מאבריו in Einklang bringen? Das ist der klarste Beweis, dab!עדים זוממי nichts mit dem רודף gemein haben können. Im Zusammenhang mit seiner neuen Lösung der Haupifchwierigkeii glaubt der Verfasser zwei weitere erklärungsbedürftige Bestimmungen in dem Gesetze der überführten Zeugen erklären zu können. Einmal, daß eine Verwarnung der Zeugen (התראה) nicht erforderlich ist, und zum andern, dab eine Bestrafung der Zeugen erst nach gefälltem Urieil (לאחר נמר דין) erfolgen kann. Beide Bestimmungen finden bereits in der משנה und נמרא eine vollständig ausreichende Begründung. Die unnötige Verwarnung in der גמרא רחובות ל״ג ע״א, wo gleich zwei Gründe angeführt werden: a) weil der Zeitpunkt der Verwarnung nicht bestimmbar ist (נתרי בהו אימת כר); b) weii eine התראה dem Grundgedanken der הזמה widerspricht. Die Zeugen wollien ja den Angeklagten ohne Ver- Warnung töten lassen, würde nun für sie eine solche verlangt, so gefchähe ihnen nicht nach ihrer Absicht, die תורה aber verlangt ״wie er geplant" (באשר זמם). Die zweite Bestimmung, dab die Bestrafung der Zeugen erst לאחר נמר דין erfolgen könne, wird in der Mifchnah מכות פ א מ״ו damit begründet, dab von der תורה Leben für Leben (נפש בנפש) verlangt wird, vor der Verurteilung des Angeklagten aber dessen Leben noch nicht verwirkt ist. Dab aber, wie der Verfasser glaubt, auf die Verwarnung bei den überführten Zeugen auf Grund ihrer Einordnung in das רודף- Prinzip verzichtet werden kann, weil eben beim רודף eine התראה nicht vonnöten ist, stimmt wieder nicht ganz. Wohl wird in den meisten 1160ס?-רודף eine התראה im eigentlichen Sinne nicht verlangt, aber wie aus den Erklärungen fast aller מפרשים ersichtlich ist, doch nur aus dem Grunde, weil durch eine solche der Hauptzweck, die Rettung des Bedrohten, gefährdet werden könnte. Es ergibt sich daraus, dab in Fällen wie z. B. bei מוסר, wo eine momentane Gefährdung des Bedrohten nicht unbedingt vorliegt, von vielen, ja den meisten פוסקים (vgl. כנסת הגדולה סימן שפ״ח) tatsächlich eine ganz richtige התראה gefordert wird, wie auch aus dem Wortlaut des רמ״בם הלכות חובל ומזיק פ״ח ה״י auf Voraussetzung einer vollständigen התראה zu fchlieben ist. Nur im Falle, dab auch bei מוסר die התראה einer momentanen Gefahr im Wege stünde (שאין פנאי), will הרב המגיד und unter Berufung auf ihn רמ״א סימן שפ ח סעיף יי in Anpassung an das allgemeine ז?-רודף^? auf eine התראה verzichien lassen. Weit wichtiger und für unsere Sache mabgebend