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Nahalat tsevi · 1933-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1933) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
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u seiner Achtung dokumentiert sich die Persönlichkeit des Menschen als Mensch. Aber auch in der Lebensführung sollen zwischen dem jüd. Knecht und dem Arbeitgeber keine Unterschiede vorhanden sein. An das כי טוב לו עמך in דברים führt darum die גמרא in קדושין כב aus עמך במאכל, עמך במשתה, שלא תהא אוכל פת נקיה, והוא אוכל פת קיבר, אתה שיתה יין ישן, והוא שיתה יין חדש, אתה ישן ע״ג מינין, והוא ע״ג תבן, מכאן ״ אמרו, כל הקונה ע״ע כקונה אדון לעצמו.Gleichberechtigt soll er mit Dir sein im Essen und Trinken, Du sollst kein schönes Brot essen und er schlechtes, Du alten Wein trinken und er neuen, Du auf Polster schlafen und er auf Stroh.“ Ja, daher entstand das Sprichwort: ״Wer sich einen Knecht erwirbt, kauft sich fast einen Herrn.“ IV. Die jüdische Magd. Noch deutlicher kommt dieses bei der אמה Magd zum Ausdruck. Zwar konnte ein Vater sein minderjähriges Kind gegen einen Entgelt ״abgeben“, aber nicht als ״Magd“, wie wir es falsch übersetzen, sondern als ״Frau“. Der Käufer bezw. sein Sohn mußten sie unbedingt heiraten, und in der Ehe sie in jeder Hinsicht als Ehegattin betrachten. אם אחרת יקה לו, שארה כסותה וענתה לא יגרע ״Er darf ihre Kost, ihre Kleidung und den Umgang mit ihr nicht schmälern, falls er noch eine andere Frau heiratet“. Wird sie nicht geheiratet, so geht sie spätestens bei Erreichung des 12. Lebensjahres in Freiheit heraus. Die Heirat kann nur mit ihrem ausdrückliehen Einverständnis erfolgen, ob sie die Ehe fortführen will oder nicht, denn auf Zwang darf die Ehe nicht aufgebaut werden. Ein Bündnis, das die innigste Verbindung erreichen will, kann nur auf völligster Freiwilligkeit wahrhaft gedeihen. Aus diesem Grunde ist es dem Vater verboten, seine Tochter in Kindesjahren zu verheiraten, er muß warten, bis sie groß ist und aus sich heraus erklärt, den Mann möchte ich haben. אסור לאדם לקדש את בתו כשהיא קטנה עד שתגדל ותאמר בפלוני אני רוצה (קדושין מ״א) Wenn aber die תורה hier eine Ausnahme macht, und dem Vater erlaubt, seine Tochter als Kind zu verheiraten, so müssen besondere Umstände vorliegen, die äußerste bitterste Not muß ihn dazu gebracht haben. Wie der רמב״ם ה׳ עבדים פרק ד ausführt, muß er erst Haus und Hof, erst jeden Besitz, ja sein Hemd veräußert haben, ehe er sich zu diesem Schritt entschließen darf. Und in dieser furchtbaren Lage ist es für das Kind vielleicht ein großes Glück, daß es auf diese Weise vor Not und Hunger geschützt ist. Auch für unsere heutige Praxis entscheidet תוססות an obenerwähnter Stelle דה אסור לאדם, daß man in

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