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Nahalat tsevi · 1933-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1933) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
IV (5694) 1933/34
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
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18 und Sachen nicht Körper, sondern Ziele, Mittel und Schöpfungen dieser Einheiten“. Unser ganzes Wirtschaftsleben ist auf eine kollektive Zusammenarbeit aller Menschen, vom Lehrling bis zum Unternehmer aufgebaut. Wie in den Fabriken arbeiten alle Menschen am laufenden Band, wo jeder eine bestimmte Arbeit vorgeschrieben bekommt. Jeder Einzelne ist nur ein Glied einer großen Arbeitskette; seine Arbeit für sich betrachtet ist sinn- und zwecklos, nur die ganze gemeinsame Leistung läßt das gewünschte Ziel erreichen, daher ist jeder Arbeiter eine erzeugende Kraft, die auf andere ausführende Kräfte wirkt. Jedes Glied der Wirtschaft ist nicht Besitzer einer Sache, sondern Träger von Energien. ״Unsere Theorie ist von Anfang an Arbeitshypothese“ (Spengler). Die wichtigste dieser Energien ist die menschliche Arbeitskraft. Wichtigste vielleicht nicht wegen des Quantums der Leistung im Gesamtprozeß, sondern nach der Art der Leistung. Das Denken und damit die Leistung aller Naturkräfte und Maschinen bleibt dem Menschen Vorbehalten. Und die wichtigste Energie, da die menschliehe Arbeit mit der Person des Menschen verbunden ist, die zu erhalten und zu fördern doch der Zweck des gesamten Bechts und der Wirtschaft ist, daher muß die Arbeitskraft erhalten und in einem richtigen Verhältnis entlohnt werden. Sie muß gegen jede willkürliche Behandlung und Ausnutzung seitens anderer tonangebender Arbeitskräfte, insbesondere seitens der Arbeitgeber, geschützt werden. Es entstand daher das moderne Arbeitsrecht, das diese Gedankengänge in die Praxis umsetzte. Es ist noch nicht abgeschlossen, sondern ist noch im ״Werden“. II. Wirtschaftsordnung der תורה• Obgleich das Wirtschaftsprinzip der תורה sehr weit von der privatkapitalistischen Grundlage der heutigen Wirtschaft entfernt ist und eher als religiössozialistisches Wirtschaftsprinzip bezeichnet werden kann, bejaht es doch in einem gewissen Bahmen das Becht auf Besitz und Hinzuziehung fremder Arbeitskräfte. Schon dem ersten Menschen wurde das Becht verliehen רדו über die Welt und was sie füllt, zu herrschen und ,כבשר sie zu bezwingen, sie in Besitz zu nehmen. Der sozial- und wirtschaftspolitische Teil der תורה beginnt mit dem בי תקנה עבד עבד mit dem Becht, auch Menschen zur Mitarbeit heranzuziehen, in Form von Arbeitern und Angestellten. Aber Eigentum und erworbenes Vermögen dürfen nicht zu egoistischen Zwecken benutzt werden. Jeder Besitz gehört Gott, der Mensch hat ihn nur als Lehen aus der Hand Got-

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