Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 332 (sequence 36)
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332 der •praktischen Arbeit so sehr voneinander divergierenden Riehtungen stehen kann. Die Früchte und Erfolge der Esra-Arbeit lagen vielleicht nicht zuletzt in der seine Stärke ausmachenden Isolierung, die es ihm ermöglichte, sich einzig und allein auf seine Erziehungsarbeit zu konzentrieren, was er innerhalb der A. J. J. O.!mit ihren verschiedenen Aufgaben niemals hätte vollbringen können. VII. Unter solchen Kämpfen kam die Esra-Tagung auf der Hombürg (Gössenheim) im Sommer 1925. In der den ganzen Bundestag beherrschlenden '״«•Debatte stand merkwürdigerweise nicht die א״י-Arbeit als solche, sondern die Frage der Propaganda für die Alijah zur Diskussion. Zwei ,Anschauungen standen sich1 gegenüber : Soll die Erziehung für א״י nur eine ideelle sein, soll sie lediglich bemüht sein, חיבת הארץ zu stärken, ohne die עליה zu propagieren ((Antrag I s a a c S c h n e r b - Frankfurt am Main), oder soll der Bund die Erziehung zu א״י, auch die praktische, als zu seinem Aufgabenkreis gehörig betrachten (Antrag Louis L e v i n g e r - München)? Der Antrag Schnerb verbot die Propaganda für א״י, der Antrag Levinger gestattete und verlangte sie mit gewissen Einschränkungen. Schon auf dem Bundestag war aus der Debatte zu ersehen, daß der wahre Streit der Meinungen nicht um diese Frage ging, die ja an dem Kern des Problems1 vorbeiführt, sondern daß es sich darum handelte, ob der Bund überhaupt א״י -Arbeit leisten solle oder nicht. Da ein vollständig ablehnender Antrag nicht vorlag, stellten sich die Gegner der '׳^*-Arbeit, statt folgerichtig einen eigenen Antrag in ihrem Sinn zu stellen, auf Seiten des Antrages Schnerb, von dem sie glaubten, daß er keine solche Revolution des Bundes, wie er eigentlich bedeutete, herbeiführen würde. Umgekehrt kam es auch den Anhängern des Antrages Levinger nicht so sehr auf die Verpflichtung zur עליה- Propagierung an. Vielmehr sagten sie sich, daß die Annahme des Antrags Schnerb aus psychologischen Gründen keine Förderung der ,״«-Arbeit gebracht hätte, und deshalb, nicht der Aeußerlichkeit der Propaganda wegen, setzten sie sich für den Antrag Levinger ein. Die ganze Fragestellung des Bundestages ließ demnach die eigentliche Streitfrage nicht!erkennen und muß infolgedessen