Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 331 (sequence 35)
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331 und Temperament verlangt man vom nächsten Bundestag eine klare Entscheidung, ob der Esra die א״י-Arbeit als ein Arbeitsgebiet mit in seinen Aufgabenkreis aufnehmen soll oder nicht. Man sieht, die Gegensätze drängen noch keiner prinzipiellen Entscheidung entgegen. Auf der einen Seite steht die Forderung חיבת הארץ, die man in den Esräern heranreifen lassen soll, aber — das lehren die Interpretationen dieser חיבה— es ist eine reichlieh platonische Liebe. Andere verlangen praktische אי-Arbeit, sind aber selbst noch weit davon entfernt, aus dem Esra eine ,,^-Bewegung zu machen. Diese letzte Forderung wurde zunächst von einer verschwindend kleinen '!Gruppe innerhalb des Berliner Esra gestellt. Ihr .Wortführer war Erich Rosenblüth. Und wegen der ünzulänglichen ,^-Arbeit der Agudas Jißroel, bei der man keine Möglichkeit zu praktischer Betätigung sieht, verlangt er, daß den einzelnen Esräern freigestellt werden soll, ob sie für den Palästinafonds der A. J. oder für den zionistischen קרן קימת arbeiten wollen. Mit Politik, so behauptete er, habe diese Forderung nichts zu tun. Ein nach dieser Richtung hin erschienener Aufsatz in den Esra-Führerblättern verursachte eine Fülle von Gegenerklärungen und rief auch die Agudas Jißroel auf den Plan, die den letzten Versuch machte, ihr ״liebstes Kind“ zu retten. Sie polemisierte gegen den Esra, indem sie wegen der ,"«-Arbeit das Gespenst einer Verbindung zwischen Esra und Misrachi an die Wand malt. Es konnte damals auf das Entschiedenste bestritten werden, daß im Esra bewußt misrachistische Strörnungen von mehr als stimmungsmäßigen Gehalt vorhanden waren, und das etwas tölpelhafte Liebeswerben der Agudas Jißroel uni den Esra rief auch die zahlreichen agudistischen Esra-Fiihrer zur ,Opposition auf, die in der ״Neutralität“ doch mehr sahen als eine rein negative Haltung. Von Neutralität konnte nur insofern die Rede sein, als man sich, allein aus praktischen Gründen, nicht organisatorisch gebunden hatte. Keinesfalls jedoch deshalb, weil dann etwa darüber ein Konflikt gekommen wäre, welcher großen politischen Organisation man sich anzuschließen habe, Agudoh oder Misrachi. Nur die Arbeitsmethode des Esra war von der der Agudoh so sehr verschieden, daß es in beiderseitigem Interesse lag, wenn jede Gruppe selbständig blieb, weil eine gemeinsame Leitung niemals mit Erfolg über zwei grundverschiedene, in der Auffassung