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Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 330

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 330 (sequence 34)
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530 Als Folge der Fuldaer Tagung 1923 herrschte über die fundamentalsten Fragen im Esra eine fast unbeschreibliche Begriffsverwirrung.** Es stellte sich jeder etwas anderes unter ״Neutralität gegenüber der Agudoh“ vor und mehr oder minder ״Jugendbewegte“ stritten miteinander, wie man eine gültige Synthese zwischen Judentum und Jugendbewegung schaffen könne. Doch eine neue Frage beginnt damals, nach' Fulda, den Bund zu beschäftigen: Das ארץ־ ישראל-Problem. Allmählich dringt auch in der deutschen ,Orthodoxie die Anschauung durch, daß es gilt, zur '״R-Frage Stellung zu nehmen. Der Ruf nach praktischer א' י׳-Arbeit, die sich nicht nur mit den politischen Verhältnissen im Lande beschäftigt, wird immer lauter. Man hat im Esra auf einer Treffahrt einzelner Gruppen (in Lohr, August 1924) zum ersten Mal öffentlich über diese: Dinge gesprochen, nun sie einmal in die Debatte geworfen Wären und ihren literarischen Niederschlag in den Führerblättern fanden, will die Aussprache darüber nicht mehr verstummen. Sie drängt das unmittelbare Problem der Jugendbewegung zurück, man empfindet es nicht mehr als dringend, und nur rückschauende Betrachtung kann feststellen, daß durch die mangelhafte Klärung dieser Frage der Weg, dem Esra einen geschlossenen Charakter zu geben, verbaut wurde. Es wird später aufzuweisen sein, wie die dem ״Würzburger Kreis“ erwachsenen Tendenzen zu der Situation geführt haben, in die der heutige Esra hineingetrieben wurde. Das gesteigerte Interesse für א״י führte zur Gründung des ,'R-Amtes (Oktober 1924). Seine Aufgabe sollte zunächst darin bestehen, den Aulim im Bunde eine Ausbüdungsmöglichkeil zu vermitteln und gegebenenfalls die Ausbiidungskosten zu tragen. Aber es entspricht dem Wesen des Esra, vorerst den ideologischen Unterbau dieser zarten Ansätze praktischer Arbeit zu liefern. Jede Esra-Gruppe beschäftigt sich jetzt mit der Frage von .מצות ישוב ארץ־ישרא׳, und je nach Gewissenhaftigkeit ** Die damalige Situation beleuchtet treffend die Notiz in einer Esra- Purimzeitung: ,Wenn auch zugegeben werden muß, daß ein Teil der Esrafttbrer nur mit dem einen Fuß in der Tauroh stehen, während sie mit dem anderen auf Abwegen wandeln, indem sie ihre Richtschnur aus einer falschen Quelle schöpfen, so sind die neuen Thesen doch zweifellos ein tot geborenes Kind, das sehr bald im Sande verlaufen wird, da der Esra ohne Jugendlichkeit kein allzuhohes Alter erreichen wird.“ — —

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