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Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 329

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 329 (sequence 33)
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329 mit der historischen Reminiszenz eines Vertreters der A. J. J. O. in der Bundesleitung. Die?,Rechte“ war in Fulda zahlenmäßig der ״Linken“ überlegen, zog aber aus dieser Stärke nicht die ihr unablässig von der A. J.J.O. nahegelegte Konsequenz, durch eine ostentative Hinwendung zur Agudoh die ״Linke“ zum Austritt zu bewegen. Zu lange schon war man gemeinsam den Weg gegangen, um über eine damals als rein politisch betrachtete Frage stolpern oder die Entscheidung übers Knie brechen zu wollen. Und ebensowenig sah die ״Linke“, die sich im Dezember 1923 zu einer eigenen Tagung in Würzburg versammelte, einen Anlaß!gegeben, den Esra zu verlassen. Die Differenzen zwischen ״rechts“ und ״links“ waren letzten Endes doch mehr durch Temperamentsunterschiede bedingt als durch weltanschauliche Divergenzen. Als beklagenswerte Unterscheidung kam noch hinzu ein Mangel an jüdischem Wissen, für das man jedoch weniger die betr. Menschen als ihr Milieu verantwortlich machen darf. Zu wenig bedeutete ihnen bisher das jüdische Wissen, zu viel der Impuls, tien sie in ihrer gesamten Haltung von den Idealen der Jugendbewegung her erhielten. In eine Zwitterstellung wurden jedoch die wenigen Führer gedrängt, denen Jugendbewegung und jüdisches Leben keine Gegensätze bedeuteten, denen die leicht gefährlichen — weil allzu labilen — Begriffe der Jugendbewegung nur der westeuropäisch geformte Ausdruck eines jüdischen Inhaltes waren. Ihr Gefühl ließ sie den Anschluß an den ״Würzburger Kreis“ suchen, ihre nüchterne Ueberlegung und die Furcht vor den eigenen Anhängern aus der ״Linken“, denen die Begriffe der Jugendbewegung selbständiges und deshalb unverarbeitetes Erziehungselement waren, trieb sie zur ״Rechten“. Für kurze Zeit haben sie das äußere Bild des Esra geformt, ohne auf die Dauer an seiner Wesensgestaltung mitzuarbeiten. — VI. Jede Jugendbewegung, so war in der Einleitung nachgewiesen worden, geht den Weg vom Abstrakten zum Konkreten, und wenn ihre Zielsetzung ursprünglich in einer rein geistigen Haltung liegt, dann wendet sie sich im Laufe ihrer Entwicklung auch praktischen Aufgaben und manuellen Dingen zu, weil hier der ״Fortschritt“ am ehesten kontrolliert werden kann.

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