Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 324 (sequence 28)
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324 erhielt eine zweite Kraft zugesellt, die nun die stärkste Erschiitterung und Umwandlung seiner seelisch-körpei liehen Einheit hervorrief. War er vorher eine wahre Einheit von. Seele und Körper, die durch die Gottes Wilien gemäße Tat in gleicher Reinheit vor ihrem Schöpfer lebten, so ist er nun in ein Doppeiwesen verfallen. Fühlen, Denken und Wollen hat einen neuen Zug gewonnen. Fühlen, Denken und Wollen wurden durch die Stimme des ׳Naclrasch erregt und stellten sich in ihren Dienst. Unreine, sinnlich betonte Freude, unfreies, nicht auf Gott bezogenes Denken, unfreies, vom, Jezer höra geführtes Tun bezeichnen die tiefen Verzerrungen, die sein Seelenleben erfahren hat. Wesentlich ist dabei der Umstand1, daß durch eine Tat solche Umwandlung vollendet wurde. Denn dieser Umstand weist uns nun den Weg, auf welchem allein der Urzustand der Einheit und Freiheit wiedergewonnen werden kann: nämlich auch wieder durch eine Tat. Durch eine Tat natürlich, die sich ihrer Aufgabe bewußt sein muß, wenn sie zum Ziele führen soll. Denn ebenso wie nur die vom Streben, selbst Gott zu sein, erfüllte Tat, eine Zerreißung und Losreißung des Menschen von Gott bewirken konnte, ebenso kann nur eine vom Gedanken der Gottes-Dienerschaft erfüllte Tat zu Gott zurückführen. VIII. Um zu verstehen, au! welche Gebiete sich nun diese Tat erstrecken muß, ist es noch notwendig, auf folgendes za achten. So wie wir oben sahen, daß infolge der Schöpfung des Mensehen aus Weltseele und Urstoff eine enge Beziehung zwiihm und der Welt erstand, so ergibt sich infolge seines vor Abschluß der Schöpfung stattfindenden Sündenfalls eine Um- Wandlung der ihn umgebenden Welt durch die Sünde Auch in der Welt um ihn hat nun eine neue Macht einen Einfluß gewonnen, eine Macht, die imstande ist, die Reinheit der Welt, ihre ewige Lebendigkeit, ihre Verbundenheit mit dem Schöpfer zu lösen. Jetzt!erst ist der Tod in die Welt gekommen. Besser noch als oben verstehen wir nunmehr, wieso das vom Gottes-Bewußtsein losgelöste Denken auch in der Welt der Natur diesen Gott so schwer zu finden vermag. Auch dort ist jetzt sein lebendiges Wirken von einer andern Macht überschattet. Zu dem Zurücktreten Gottes Infolge des Abschlusses der Schöpfung tritt dieser Umstand, das Auftreten des Bösen