Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 316 (sequence 20)
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316 Einheit ihrer Mutter verloren ging. Sie "bleiben natürlich in lebendiger Beziehung zur Urseele und sind auch nicht ohne Beziehung zueinander.— Die Spaltung vollzieht sich nun immer weiter. Es entstehen immer tiefere Stufen des lebendigen Seins, zeitliche, räumliche Ausdehnung des Seins wird gestaltet. Aber noch auf ganz anderm Gebiete vollziehen sich Spaltungen. Der Prozeß geht ja vom Lebensquell aus Vor sich, und es sind ja lebendige Wesen, die ins Dasein gerufen werden, seelische Einheiten, die Träger geistiger Werte sind. Weishiet und Liebe, Stärke und Pracht, und wie die Funktionen der Ur- Seele alle lauten mögen, enfalten sich in eigener Machtsphäre. Diese Entfaltung geht soweit, daß auch das, was wir heute das Böse nennen, seine Sphäre gewinnt. Es ist allerdings nur geschaffen, um überwunden zu werden, ln die niederste Form des Seins gelangt es vom Schöpfer aus noch nicht. Doch1 darüber später. Zunächst seien zur Präzision der Gedanken einige übliche termini wiedergegeben. B’rioh, J’ziroh, Assioh nennt man die verschiedenen Stufen der Umwandlung des Urseins in die andern Formen des Seins. Assioh ist also die letzte Stufe. Auch die Assioh-Stufe atmet noch lebendiges Sein. Das heißt: sie trägt noch schöpferische Kraft in sich. Durch die nie abgerissene Beziehung zur Weltseele sind noch schöpferische Kräfte in ihr lebendig. In ihr vollzieht sich der letzte Akt der Schöpfung. Es entsteht die Körperwelt und alle Gestalt, die in zahlloser Form die Erde erfüllt. Es entstehen die Gesetze, die in der Körperwelt gelten. Während ursprünglich der Schöpfungsprozeß als Spaltungsprozeß erschien, zeigt er hier wiederum die entgegengesetzte Tendenz, die der Sammlung. All die!Qualitäten, die ja nie ganz isoliert aufgetreten wären, finden sich;mehr oder weniger zu Einheiten zusammen. Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, wie diese Betrachtung so recht im Gegensatz zur üblichen Betrachtung der Weltentwicklung steht. Letztere geht von; der Annahme einer ursprünglich toten Materie aus und fragt nach der Herkunft des Lebens. Unsere Betrachtung geht vom ewig Lebendigen aus und muß nun fragen: Woher kommt der Tod? Jene Betrachtung weiß ferner mit der Existenz von Engeln d. h. lebendigen Wesen, die keine körperliche!Gestalt haben, nichts׳ anzufangen und verweist sie in das Reich der Fabel. Unsere Auffasung fordert die Existenz von lebendigen Wesen, die von