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Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 305

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 305 (sequence 9)
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305 Bewußtsein bringt; jedoch für das ,bittere Leid, das der Galuthtag ihm bringt, wenn die Sonne glücklicher Lebensverhältnisse wohl!seine Nacht verdrängt, dafür aber die Nacht der Galuth Schechina umso finsterer gestaltet, findet es keine Träne. — Aber Jirmeja, der Prophet, der auf der Warte des Heiligtums steht, idem das wahrhafte Heil seines Volkes am Herzen liegt, ידמי׳ בוכה ביום weint die heiße Träne des Schmerzes, die das Bewußtsein ihm entlockt, daß sein Volk die heitere Gestaltung; seines Lebens!noch immer nicht als göttliche Prüfung begreift, ob es gewillt ist, Gott und seiner Thora ,nicht nur in der Galuthnacht, sondern auch, wenn die Nacht dem hellen Tage weicht,!die gewissenhafte Treue zu bewahren. — Gott aber weint im Galuth bei Tag und bei Nacht: es sind die Tränen des Vaters, der nach seinen Kindern sich sehnt, deren Leid (sein Leid, und dessen tiefster Schmerz die leidvolle Erkenntnis ist, daß seine Kinder noch immer nicht ״nach dem Tisch ihres!Vaters“ sich sehnen. — Und so sprich!. Israel zum Propheten:נעיצה תנאי בינינו laßt!uns die Vereinbarung treffen: אנו בוכים בלילה in der Galuthnacht werden w i r weinen, da brauchen wir keinen, der uns weinen lehrt, dagegen אתה בוכה ביום, am Galuthtag, wenn דווחא nicht äußeres Leid drückend auf uns lastet, da lehre Du uns weinen, daß wir die Tränen nicht vergessen, die wir dem Galuth Schechina schulden. — ייצדאל בוכים בלילה ירמי׳ בוכה ביום Meine Brüder und Schwestern! Wir leben in einer Zeit, in der sowohl das Leid der Galuthnacht als auch das Leid des Galuthtag.es den Ernst der drei Wochen und die TiscWo beaw-Träne uns in ihrer ganzen Tiefe empfinden lehrt. Furchtbare Galuthnacht ist über einen großer! Teil unserer Brüder im Osten hereingebrochen. Die erschü - ternde Tatsache, daß unsere Brüder in unsäglichem Elend schmachten, genügt, :um unser echt jüdisches רחמנות zu werktätiger Hilfe aufzurufen. Dazu bedarf es gottlob in unsere! Kehilla keines besonderen Aufrufs. Unsere Keliilla, die für aUe Zweige des jüdischen גמילות הסד die schwersten Opfer zu bringen versteht, die für •הכנסת נלד, für החזקת ו.למ*ד חכמים und für die Förderung der Thorastätten stets offenen Sinn und tiefes Verständnis bewährt, wird angesichts solch beispielloser Not ihre Pflicht kennen. Wir hegen die vertrauensvolle Gewiß heit, daß jedes einzelne Mitglied unserer Kehilla das Seine voll und ganz leisten wird, Um das bittere Los unserer Unglückliehen Brüder zu lindern. ישראל בוכים בלילה In der Galuthn acht

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