Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 304 (sequence 8)
- Belongs to
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304 für Speise hingegeben, um sich1 zu erquicken: die köstlichen .Güter der Thora, die הנתמדיס מזהב וט׳ (von denen es, auch in unserem Kapitel im vorhergehenden Verse heißt: ידו פרש צד על כל מחמדיה s. Raschi: זד, כפר תורד, וכר׳), ihre מצות ihren materiellen Bestrebungen und dem materielle^ Genuß schmählich geopfert — דאה ה׳ והביטה כ‘ הייתי זוללה lautet daher ihre ,erschütternde Klage: ״sieh, o Gott, vwie tief gesunken ich war, da ich irdischem Genuß Schrankenlos mich hingab“! — Hat diese Klage nicht in unseren Tagen erhöhte Berechtigung gewonnen, zittern wir nicht vor der Möglichkeit, daß das ernst mahnende Wort der Weisen, mit dem sie das Verhalten der Söhne Gads und Reubens begleiten: לפיכך גלו הדלה in seiner ewigen Wahrheit sich auch an uins bewähren könnte? Diesem Galuth der Thora, d'as ach1 so viele der Thora in Zeiten günstiger, heiterer Lebensgestaltung: bereiten, mußte vor allem Unsere Tischo jbeaw-Träne gelten. Leider aber ist dies nicht der Fall, nicht einmal in Kreisen, in denen Thora und Mizwoth noch' gewissenhafte Pflege finden. — Welche Entrüstung, welche Empörung löst nicht überall auch der leiseste Versuch aus, der geeignet ist, die Galutbstellung des jüdischen Volkes zu verschlechtern oder gar die Errungenschäften seiner Emanzipation zu gefährden, und das Schreckgespenst erneuter Galutlmacht vor die ängstliche Seele malt — daß aber der Abfall vom Gottesgesetz immer weiter um sich greift, bereits ganze Geschlechter in völliger Unkunde der jüdischen Lebenspflichten heranwachsen, Tausende und aberrnals Tausende durch!Mischehen und durch Verschmähung des Abrahambundes dem Judentum sich völlig entfremdet häben und das Heiligtum des göttlichen Gesetzes zunehmender Verödung entgegengeht — dieses erschütternde Galuth der Thora, dieses Galuth Schechina, das doch in Wahrheit die einzige Ursache ist, die unser Galuth verlängert und noch immer!erneutes Galuthleid über uns gebracht hat, es findet vielleicht Bedauern, ohnmächtigen Seufzer, aber die leidenschaftliclie Träne, die die letzte Kraft zur bessernden Tat aufpeitscht, wo!Wird s i e geweint? — Dieser traurigen Erscheinung verleiht das Weisheitswort beredten Ausdruck. ברה תבכה בלילה ,ישראל בוכים בלילה Israel weint in der NaCht, wenn finstere Galutbnacht mit allem leidvollen Weh der Lebensverküjmmerung und Entrechtung ihm seine ohnmächtige Stellung inmitten der Völker zum schmerzlichen